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Ministerbesuch im „Haus mit vielen Etagen“

Treffen mit Freunden in Rosdorf Ministerbesuch im „Haus mit vielen Etagen“

Wahlkampf im Doppelpack: Zwei durchaus prominente Sozialdemokraten, der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Thomas Oppermann und Ministerpräsident Stephan Weil, haben am Mittwoch das „Haus mit vielen Etagen“ in Rosdorf besucht.

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Autogrammstunde: Die Kinder freuen sich über den politischen Besuch. (v.l.: Sören Steinber, Thomas Oppermann, Stephan Weil (SPD)).

Quelle: Foto: Heller

Rosdorf. Durch das Verkehrschaos rund um Göttingen nutzten die Herren und ihr Gefolge die akademische Viertelstunde voll aus. Der Weg aus dem Groner Industriegebiet dauerte länger als das Navi angezeigt hatte. Die wartenden Kinder und ihre Betreuer waren merklich angespannt. Schließlich hatten Polizeibeamte mit Hund zuvor in der Einrichtung in Rosdorf nach dem Rechten gesehen. So malte Thomas einen Flughafen und erzählte von seinen Reisen nach Mallorca oder die „Dom. Rep.“ Köstlicher Kuchenduft waberte durch die etwa 100 Quadratmeter großen Räume der Einrichtung. Die Kinder wollten doch die wichtigen Gäste sehen. Das „Haus mit vielen Etagen“ kümmert sich um Familien mit behinderten Angehörigen, insbesondere um Kinder und Jugendliche.

Endlich fuhren die schwarzen Limousinen vor. Weil und Oppermann wurden von der Vereinsvorsitzenden Kerstin Meyer und Geschäftsführer Joerg Meyer begrüßt. Oppermann ist langjähriger Schirmherr des Vereins und weiß um die Unterstützung, die der Verein den Eltern und den beeinträchtigten Kindern zukommen lässt. Die Kinder werden stunden- und tageweise betreut und den Eltern wird bei Fragen der Pflege weitergeholfen. „Dich kenn ich, du bist auf einem Plakat.“ Solche Aussagen aus Kindermund freuen einen Bundestagskandidaten sichtlich, ebenso Pfefferminztee und ein selbstgebackener Mini-Gugelhupf. „Die Kinder treffen sich hier mit ihren Freunden“, sagt Meyer. Den geistig und dadurch meist auch körperlich behinderten Kindern könne so eine Teilhabe am Leben ermöglicht werden.

Es darf signiert werden

„Sie sitzen nicht allein zu Hause“, sagt Meyer. Adrian, Thomas, Luise, Oskar, Melanie und Simon werden mutiger. Die Herren haben Autogrammkarten und sie füllen sie auch noch gerne aus. nachdem Adrian den ersten Schritt getan hat, dürfen Weil und Oppermann signieren. Dabei bekommen sie auch die eine oder andere Besonderheit der Kinder mit. Thomas verbietet GT-Fotograf Peter Heller, mit Blitzlicht zu fotografieren. „Das stört mich“, sagt er streng. Widerspruch duldet er nicht. Oppermann und Weil erfahren, dass es auch nicht so ganz einfach ist, mit den Kindern eine Freizeit zu machen, viele benötigen, wie Oskar einen Rollstuhl. „Und da beginnt auch unser Problem, es gibt einen Pflegenotstand, es fehlen die Menschen, die helfen wollen, sie werden zu schlecht bezahlt“, sagt Meyer. „Da muss sich grundlegend etwas ändern“, pflichtet Weil Autogrammwünschen befriedigend bei.

Dann drängt die Zeit, Termine, Termine... es geht für Oppermann und Weil zum nächsten Termin. „Wir haben uns über den Besuch sehr gefreut und für unsere Kinder war es ein Erlebnis“, sagt Meyer.

Wer sich für das „Haus mit den vielen Etagen“ interessiert, kann dies im Internet tun, der Verein freut sich über jede Unterstützung, um weiter Menschen mit Beeinträchtigung und deren Familien helfen zu können.

Von Frank Beckenbach

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