Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Töpfer imitiert mit Ochsenhorn röhrende Hirschrufe

Deutsche Meisterschaften Töpfer imitiert mit Ochsenhorn röhrende Hirschrufe

Dumpfes Brummen, tiefes Brüllen und lautes Stöhnen: Das Brunftduell zweier Hirsche hat Andreas Töpfer auf einer Bühne vor zweitausend Zuschauern imitiert – und das mit Erfolg. Er überzeugte Publikum und Jury bei den Deutschen Meisterschaften im Hirschrufen in Dortmund und sicherte sich den dritten Platz der besten Hirschrufer. „Ganz, ganz knapp“, sei das Ergebnis ausgefallen, berichtet Töpfer zurück in seiner Heimatstadt Hann. Münden. Trotz leichter Enttäuschung über den verpassten Titel lautet sein Fazit: „Dabei sein ist alles.“

Voriger Artikel
Erneut Unfall in Gladebeck
Nächster Artikel
Blutiger Höhepunkt einer turbulenten Liebe: Stich ins Herz

Konzentration am Mikrofon: Andreas Töpfer überzeugt die Jury in Dortmund mit Brunftschreien durch ein Ochsenhorn.

Quelle: EF

Töpfers Wettkampfstrategie ist einfach: „Rauhe Stimme, riesige Lunge und ein langer Hals. Das ist alles, was man braucht“ Die röhrenden Rufe imitiert der zweifache Deutsche Meister mit Hilfe eines Ochsenhorns. „Mit Tremolo in der Stimme.“ Eine besondere Vorbereitung sei nicht nötig. „Üben bringt nichts“, ist sich Töpfer sicher. Lediglich eine halbe Stunde vor dem Wettkampf bringe er seine Stimme in Form. Dieser Moment vor dem Auftritt sei einer der schönsten. „Wenn alle Kontrahenten sich hinter der Bühne gleichzeitig warm röhren – das klingt schon beeindruckend.“

Neben dem Brunftduell versuchten die sieben Meisterschaftsteilnehmer, sich mit zwei weiteren Lockrufen zu übertrumpfen: Dem eines alternden Hirsches abseits des Rudels, sowie dem Ruf eines jungen Hirsches. „Einer, der im Saft steht“, wie es Töpfer beschreibt. „Solche Hirsche wiegen 200 Kilogramm und haben das dreifache Lungenvolumen eines Menschen.“
Die Hirschruf-Meisterschaften wurden während der Internationalen Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund ausgetragen. Den bundesweiten Wettbewerb gibt es seit zwölf Jahren, Töpfer ist von Anfang an dabei. „Es sind immer die gleichen Hirschrufer“, verrät er, dass sich das Teilnehmerfeld im laufe der Jahre zwar quantitativ ausgedünnt aber qualitativ verdichtet habe. Nur ein Wettkampf-Punkt habe ihn in Dortmund von den beiden Erstplatzierten getrennt, die endgültige Entscheidung zwischen den Finalisten sei schließlich im Stechen gefallen.

Deutscher Meister im Hirschrufen wurde Jens Sander aus Roetgen (Nordrhein-Westfalen), Vize-Meister Immo Ortlepp aus Wedmark (Niedersachsen). Die nächste Station für Hirschrufer Töpfer ist Polen. Als Drittbester Deutscher hat er sich für die Europameisterschaften am 15. Mai qualifiziert. Dort erwarte ihn „starke Konkurrenz“.

Von Björn Dinges

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Siegreich in Dortmund

Nach seinem Sieg im vergangenen Jahr hat Andreas Töpfer aus Hann. Münden bei der Deutschen Meisterschaft der Hirschrufer in Dortmund diesmal den dritten Platz erreicht.

mehr
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt