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Trotz Fachkräftemangel: Arbeitsmarkt 2012 gut entwickelt

Jahresrückblick der Agentur für Arbeit Göttingen Trotz Fachkräftemangel: Arbeitsmarkt 2012 gut entwickelt

Eine gute Entwicklung: Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, hat für das Jahr 2012 eine positive Bilanz gezogen, „auch wenn der Konjunkturmotor in der zweiten Hälfte etwas ins Stottern kam“. Zwei miteinander verknüpfte Problembereiche wollen die Agenturmitarbeiter 2013 verstärkt angehen.

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Arbeitsagentur in Göttingen.

Quelle: CH

Göttingen. Nämlich den Mangel an Fachkräften und die schlechten Arbeitschancen für Menschen ohne Ausbildung, immerhin rund 30 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen.

Gesundheits- und Pflegeberufe, Bau- und Baunebengewerbe, die Logistikbranche und Elektro- und Metallunternehmen beklagten nicht nur einen Fachkräftemangel, sondern hätten teils auch Probleme, Ausbildungsstellen zu besetzen . Die Arbeitsagentur werde deshalb unter anderem im Zuge des Berufsinformationstages am 9. Februar für bestimmte Berufszweige werben, so Gläser. Neben der Qualifizierung von Arbeitslosen solle auch die Weiterbildung Beschäftigter verstärkt gefördert werden, betont Agentursprecherin Christine Gudd.

Im vergangenen Jahr lag die Arbeitslosenquote im Agenturbereich Göttingen bei 6,8 Prozent (15 981 Betroffene). Aufgeteilt nach Landkreisen, hatte Göttingen im Schnitt 6,1 Prozent (7723 Arbeitslose), Northeim 7,1 (4936) und Osterode 8,7 (3322). Die Region lag damit leicht über dem Landesschnitt (6,6 Prozent), stand jedoch besser da als die Nachbarbezirke. Kassel etwa kam auf eine Quote von sieben, Hameln auf 7,8, Nordhausen auf 9,4 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl rund um Göttingen gegenüber 2011 um 8,8 Prozent (minus 1050). „In den ersten Monaten des letzten Jahres haben wir von der Dynamik profitiert, die der Finanz- und Eurokrise gefolgt ist“, interpretiert Gläser den Aufschwung, der in der zweiten Jahreshälfte dann langsamer verlaufen sei.

Arbeitslosenzahlen Göttingen | Infographics

Januar-Tief hat Göttingen im Griff

Deutlicher als saisonal üblich ist im Januar der Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Südniedersachsen ausgefallen. 17 754 Menschen umfasste die Arbeitsmarktstatistik, 14 Prozent mehr als im Dezember und sogar rund zwei Prozent mehr als im Januar 2012. „Das neue Jahr beginnt regelmäßig mit einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagt Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen. Der sei aber in diesem Jahr höher ausgefallen als in anderen Jahren.

Der Agenturchef führt den generellen Anstieg auf das Auslaufen befristeter Beschäftigungsverträge zum Jahresende zurück. Die außergewöhnlich hohe Zahl von Neuanmeldungen sei aber auch auf Personalabbau und Insolvenzen im Agenturbereich Göttingen zurückzuführen. Auch bei den Arbeitsangeboten sei die Misere spürbar: Im Januar seien nur 536 Stellenofferten eingegangen, 26,1 Prozent weniger als im Dezember und 18,7 Prozent weniger als im Januar 2012.

Die Arbeitslosenquote lag im Bereich der Agentur für Arbeit bei 7,5 Prozent (7,4 im Vorjahresmonat). Im Land Niedersachsen betrug die Quote 7,1 Prozent. Unterschiedlich entwickelten sich die drei zum Agenturbezirk Göttingen gehörenden Landkreise. Im Kreis Göttingen lag die Quote mit 8929 Betroffenen bei sieben Prozent (6,5 im Jahr 2012).  Die Arbeitslosenquote rund um Northeim stieg gegenüber Januar 2012 um 0,4 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent (5639 Arbeitslose). Lediglich Osterode hat sich verbessert. Der Landkreis verzeichnete eine Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent (3186 Arbeitslose) gegenüber 9,8 Prozent im Januar 2012. Im Vergleich der Dienststellen der Arbeitsagentur liegt Duderstadt (6,1 Prozent) an der Spitze, gefolgt von Hann. Münden (6,8), Göttingen (7,3), Northeim (7,3), Uslar (7,9), Osterode (8,4) und Einbeck (9,5).

 
 

2012 meldeten sich 45 753 Männer und Frauen neu oder erneut als arbeitslos, 2660 weniger als 2011 . Im Jahresverlauf fanden 45 646 Menschen einen Job, 5310 weniger als im Vorjahr.

Deutlicher als die Arbeitslosigkeit sank die sogenannte Unterbeschäftigung, die neben den Erwerbslosen auch diejenigen erfasst, die in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beschäftigt sind. Die Zahl lag bei 21 663 Menschen (2369 weniger als 2011).

Rund 38 Millionen Euro investierte die Agentur für Arbeit im vergangenen Jahr in arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen, davon rund 15 Millionen „Förderleistungen zur Integration in Arbeit“. Ähnlich falle das Budget für 2013 aus, „vielleicht sogar ein wenig höher“, sagt Gläser. Schließlich hätten die Wirtschaftforschungsinstitute eine schwächere konjunkturelle Entwicklung prognostiziert.

 
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