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Überfall auf Tattoo-Studio in Göttingen

Vermummte rücken mit Knüppeln an Überfall auf Tattoo-Studio in Göttingen

In der Roten Straße in Göttingen ist am Sonnabend das Tattoo-Studio JennyB eröffnet worden. Gegen 14.30 Uhr stürmte ein Gruppe Vermummter mit Knüppeln das Geschäft. Sie schlugen das Schaufenster und Vitrinen ein. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter  in den Reihen der linken Szene zu suchen sind.

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Einsatz in der Roten Straße: Das neue Tattoo-Studio ist überfallen worden.

Quelle: Heller

Göttingen.. Es sollte eine schöne Eröffnungsfeier werden. Die Gäste, darunter viele Kinder, wollten mit einem Gläschen Saft oder Sekt auf die Eröffnung des neuen Tattoo-Studios in der Roten Straße in Göttingen anstoßen.

Gegen 14.30 Uhr, so die Polizei, wurde das Geschäft überfallen. Inhaberin Jennifer Franke, die neben dem Göttinger Laden bereits Tattoo- und Piercing-Studios in Kassel und Paderborn betreibt, beschreibt völlig fassungslos den Überfall: Eine etwa zehnköpfige Gruppe Vermummter rückte demnach mit Knüppeln an, die Täter riefen Sätze wie „scheiß Nazis“. Dann schlugen sie zunächst die Fensterfront und schließlich auch Vitrinen im Inneren ein. Scherben flogen herum.

Franke brachte die Kinder im Keller in Sicherheit. Sie habe mit Neonazis nichts zu tun, in ihren Studios werden auch keine entsprechenden Symbole gestochen, sagte die 42-Jährige Geschäftsfrau. Im Gegenteil, sie beschäftige auch Mitarbeiter, die aus anderen Ländern stammen.

Im Internet bekennen sich "einigeantifas" zu dem Anschlag. Sie sprechen davon, dass "drei stadtbekannte Nazis" anwesend waren.

Während der Eröffnungsfeier eines Tattoo-Studios in der Roten Straße in Göttingen kam es zu einem Überfall. Vermummte Personen zertrümmerten Fenster und Vitrinen.

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Ermittlungen der Polizei

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter  in den Reihen der linken Szene zu suchen sind. Zeugen hatten beobachtet, wie die späteren Angreifer aus einem vornehmlich von diesem Klientel bewohnten Wohngebäude in der Roten Straße zum Studio kamen und sich nach der Tat wieder in diesen Komplex flüchteten.

Lau Polizei hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs drei Angehörige der rechten Szene aus dem Landkreis Northeim unter den Anwesenden in dem Studio auf. Das Motiv für den Übergriff  wird derzeit in diesem Umstand vermutet. Die beiden Männer und eine Frau waren nach ersten Ermittlungen nach Göttingen gekommen, da sich eine der Personen in dem Geschäft eine Tätowierung stechen lassen wollte.

Wie die Geschäftsinhaberin aus Kassel gegenüber der Polizei angab, habe man keine persönlichen Einladungen zur Eröffnung verschickt und lediglich im Rahmen von Werbung auf den Termin aufmerksam gemacht. Die drei Personen aus dem Landkreis Northeim waren der Kasselerin nach eigenen Angaben nicht bekannt. Nach derzeitigen  Erkenntnissen der Polizei Göttingen hat die 42 Jahre alte Frau  keine Kontakte zur rechten Szene.

Eine Durchsuchung des von Angehörigen der linken Szene bewohnten Gebäudes in der Roten Straße hat nach Prüfung der Rechtslage durch die Staatsanwaltschaft Göttingen nicht stattgefunden. ots

afu/bib

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Racheaktionen befürchtet

„Die linke Szene in der Roten Straße ist in heller Aufregung.“ Das sagt Gerd Hujahn, Einsatzleiter der Göttinger Polizeiinspektion. Grund sei der Angriff auf das Tattoo-Studio „Jenny B’s“ am Sonnabend. Damit habe die Antifa, offenbar unabsichtlich, die Rockerszene provoziert.

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