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Mehr als 2200 Fahrräder am Göttinger Bahnhof

Stadt mistet Schrotträder aus Mehr als 2200 Fahrräder am Göttinger Bahnhof

Das ist eine Zahl, über die man einen Augenblick lang nachdenken kann: Etwa 2260 Fahrräder stehen zurzeit auf dem Bahnhofsvorplatz und am Omnibusbahnhof (ZOB), 60 Drahtesel an der nahen Post mitgezählt. Das sind viele. Aber es sind nicht zu viele, auch wenn es direkt am Bahnhofsplatz, unter der Pergola und am Parkplatz chaotisch zugeht.

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Ausgelastet: In der Nähe des Bahnhofeingangs sind die neuen Fahrradständer alle belegt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Fahrradständer in diesem Bereich sind zwar überfüllt, viele Räder irgendwie dazwischengequetscht und noch mehr Vehikel an Sitzbänken und Pergolapfosten angeschlossen. Aber das sind sie ohne Not, zumindest ohne Platznot: Denn nur wenige Meter weiter am ZOB ist fast jeder zweite Bügel der Fahrradständer frei. Hinzu kommen noch 700 Stellplätze im angrenzenden Fahrradparkhaus, die nicht alle belegt sind.

Protest und Klagen waren Jahrzehnte lang programmiert. Nicht zuletzt durch die vielen Studenten in Göttingen erreichte die Zahl der abgestellten, oft verrosteten und irgendwann ausgeschlachteten Fahrräder ein beklagenswertes und bisweilen auch gefährliches Ausmaß. Vor allem dann, wenn auch Wege blockiert wurden.

Seit die Stadt im Sommer 2012 aber neue Fahrradständer für etwa 1500 Fahrräder aufgestellt hat, hat sich die Lage entspannt – zumindest in der Gesamtbetrachtung.

Kaum noch Schrottfahrräder

„Die Abstellflächen in der Nähe zum Bahnhofseingang sind zwar zu 100 Prozent belegt, im südlichen Bereich dagegen sind stets noch viele freie Plätze vorhanden“, sagte Stadtsprecher Detlef Johannson am Freitag und fügt an: „Es scheint reine Bequemlichkeit zu sein, wenn trotz der freien Plätze am ZOB viele Räder an Bänken, Leuchtmasten, Abfallkörben oder unter der Pergola abgestellt werden.“

Eine weitgehend passende Bewertung, obwohl nach Tageblatt-Einschätzung in der Nähe des Bahnhofeingangs eher von einer 125-prozentigen Belegung ausgegangen werden kann.

Auffällig ist, dass im Gegensatz zu früher zwischen den überwiegend älteren Fahrrädern mit eher geringem Wert kaum noch Schrottfahrräder stehen. Ein möglicher Grund: Die Stadt sortiere solche Räder inzwischen „immer mal wieder“ aus, so Johannson, das nächste Mal im März.

Wenn intakte Fahrräder allerdings an nicht ausgewiesenen Stellen angeschlossen sind, sei das kein ausreichender Grund, sie zu beseitigen. Johannson: „Wir dürfen nur eingreifen, wenn ein Fahrrad so geparkt wird, dass es andere nachhaltig beeinträchtigt oder behindert.“

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