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„Überlegt, ob ich sie mir schnappe“

Geständnis von Jan O. „Überlegt, ob ich sie mir schnappe“

Das schriftliche Geständnis des wegen zweifachen Mordes an Kindern angeklagten Jan O. (Tageblatt berichtete) hat mit seinen grausamen Details zum Tatablauf Gericht und Zuhörer geschockt.

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Geständnis eines Mörders: Wie er seine Opfer suchte.

Quelle: Hinzmann

Doch es machte auch deutlich: Es hätte jedes Mädchen treffen können. Gezielt will O. in Bodenfelde nach jungen Mädchen Ausschau gehalten haben, um sie zu vergewaltigen und zu töten. Einige von ihm beschriebene potenzielle Opfer kamen nur dank glücklicher Umstände mit dem Leben davon.

So beschreibt O., wie er von Uslar zu Fuß nach Bodenfelde ging, dabei „Bierchen“ trank und am Bahnhof zwei Schülerinnen der IGS ansprach. Die „süßen Mäuse“ seien elf und 13 Jahre alt gewesen. Er habe mit ihnen gesprochen, die jüngere auch betatscht. Sie habe ihn „besonders erregt“ und er habe immer an sie denken müssen. Dann sei ihr Zug gekommen. „Ich glaube, die waren froh, von mir wegzukommen.“

Er beschreibt ein weiteres Mädchen, das er bereits früher auf einem Pferd reitend beobachtet habe. Er habe sich „überlegt, ob ich sie mir schnappe“. Es war aber noch Bier in seiner Flasche, das er erst austrank und so den Anschluss verlor, als er sie verfolgen wollte. So habe er sich gesagt: „Mal schauen, ob mir heute noch ein Mädchen über den Weg läuft.“

So geschah es. Die 14-jährige Nina begegnete ihm, er fragte sie nach dem Weg, griff sie an, zerrte sie in das Tannenwäldchen, wo er sie auf bestialische Weise tötete. Sein erstes Opfer. Und er behauptet: „Ich musste mich überwinden, das zu tun, was ich tun wollte.“

Fünf Tage nach der unbeschreiblichen Tat habe er sich erneut an dem Leichnam vergehen wollen, dann aber „wieder nach einem Opfer geschaut“. Eine „zierliche Gestalt auf Inlinern“ sei ihm entgegen gekommen, die er für ein Mädchen hielt. Sein zweites Opfer, der 13-jährige Tobias. Auch ihn tötete er auf grausame Weise. Auch dieser Mord, davon geht die Anklage aus, geschah – unabhängig vom Geschlecht – zur Befriedigung seines abartigen Geschlechtstriebes.

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Im Interview

Im Mordprozess gegen Jan O. werden Angehörige der Opfer teils von Anwälten vertreten, teils hören sie sich die entsetzlichen Details der Tat genau an und geben dazu Interviews. Über den Umgang mit dem Grauen sprach Jürgen Gückel mit dem Oberarzt der Uni-Psychiatrie, Borwin Bandelow.

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