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Überraschung am Montag und der Göttinger Biertransport

Wochenendkolumne Überraschung am Montag und der Göttinger Biertransport

Politiker-Aussagen verblüffen selbst altgediente Journalisten immer wieder aufs Neue. Vergangene Woche war  ich auf Ärger von Seiten der Sozialdemokraten gefasst, weil ich am Beispiel des SPD-Landrates von Northeim, Michael Wickmann, vorgeführt hatte, wohin persönliche Postensuche so führen kann (zum Scheitern einer Kreisfusion beispielsweise).

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Ilse Stein, Tageblatt-Chefredakteurin.

Quelle: Archiv

Angegriffen fühlte sich aber tatsächlich ein CDU-Mann: Fritz Güntzler . Solcher Generalverdacht gegen Politiker gehe ihm doch zu weit: „Mit dieser Aussage haben Sie aber leider das Klischee des nur auf seinen eigenen Vorteil bedachten Politikers bedient. Das ist schade, da Sie ja bestimmt im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit vielen Politikerinnnen und Politikern begegnet sind, für die dies nicht gilt. Ich kenne jedenfalls viele solcher Kollegen.“ Tja, wenn ich es mir recht überlege: So viele waren es im Laufe der Jahre denn doch nicht…

Und nun schon wieder die Sozialdemokraten. Die trafen sich diese Woche zu einer Delegiertenversammlung, zu der sie die Presse dann doch lieber (mal wieder) nicht eingeladen haben. Das tun sie seit einiger Zeit in der Stadt Göttingen eigentlich nur, wenn auch ganz und gar nichts Kritisches auf dem Programm steht.

Das Ergebnis: Ganze vier Tage nachdem die Göttinger Landtagsabgeordnete der SPD, Gabriele Andretta , nun doch nicht niedersächsische Wissenschaftsministerin geworden ist, haben ihre örtlichen Genossen auch schon reagiert. In einer Presseerklärung wurde „missbilligt“, dass Andretta übergangen worden sei. Die Göttinger Sozialdemokraten fordern ihren eigenen Ministerpräsidenten Stephan Weil auf, „dafür Sorge zu tragen, dass der Wissenschaftsstandort Göttingen im künftigen Regierungshandeln … angemessen berücksichtigt wird.“ Das wird Weil sich gewiss zur Erinnerung einrahmen. Aber man hat ja mal was dazu gesagt, hier in Göttingen.

Dabei war ein Tag zuvor eine andere Pressemitteilung aus derselben Feder bei uns eingetroffen, die wir uns hier in der Redaktion einrahmen werden. Der Stadtverbandsvorstand der Göttinger SPD nämlich, darüber sollten wir die Leser informieren, werde künftig bei den eigenen Veranstaltungen darauf achten, dass Getränke und Lebensmittel möglichst regional sind, Bio-Siegel tragen und Fleisch und Wurst aus artgerechter Tierhaltung stammen. Finden wir natürlich auch toll, hätten das aber als längst vorhandenen Standard vermutet.

Hingerissen aber hat uns folgender Satz: „ Und unser Bier muss auch nicht mit Lastwagen über die Autobahn nach Göttingen transportiert werden.“ Wie denn sonst, fragen wir zurück? Über die geplante Salz-Pipeline im tageweisen Wechsel mit dem Kalisalz? Mit dem Tretboot über die Leine? Ist den Genossen entgangen, dass in Göttingen gar kein Bier mehr gebraut wird? Schade, dass die Büttenreden für dieses Jahr durch sind, der politische Aschermittwoch auch. Material gäbe es genügend…

Wir in der Redaktion jedenfalls nutzen die ruhige Jahreszeit, um unseren Lesern für den kommenden Montag, 18. Februar, eine Neuheit in eigener Sache zu präsentieren: Das Göttinger und Eichsfelder Tageblatt mit neuem und moderneren Layout , größerer und damit lesbarer Schrift, einer neuen Meinungsseite und einer täglichen Blickpunkt-Seite mit umfassenden Hintergrundberichten. Lassen Sie sich überraschen!

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