Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Sprühregen

Navigation:
1,1 Milliarden Euro für Göttinger Klinikum

Sondervermögen vom Land 1,1 Milliarden Euro für Göttinger Klinikum

Nach Angaben der Göttinger Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD) will die Landesregierung für den Neubau der Göttinger Universitätsklinik ein Sondervermögen von 1,1 Milliarden Euro bilden. Dies sei ein „Quantensprung für die Zukunftsfähigkeit“ der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Voriger Artikel
Schneeschuhwandern im Solling
Nächster Artikel
Güntzler kritisiert Kreisverwaltung

Göttinger Uniklinik bekommt für Neubau 1,1 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

Göttingen. Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung von Investitionen in die Bausubstanz sei der Sanierungsstau im Bereich der UMG so groß geworden, dass ein kompletter Neubau die wirtschaftlichste Lösung sei, teilte Andretta mit. Die Landesregierung habe in einer Sitzung des Finanz- und Haushaltsausschusses über die Pläne berichtet. Danach ist beabsichtigt, ein Sondervermögen zu bilden, das für den Neubau der Universitätsklinik Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover 2,1 Milliarden Euro, davon 1,1 Milliarden für die UMG, umfassen solle. Ein entsprechendes Gesetz werde vorbereitet und dem Landtag zeitnah vorgelegt. Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) strebe an, dass nach dem Haushaltsabschluss 2016 ein Grundstock für das Sondervermögen mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag gebildet werde.

Planungssicherheit

„Entscheidend für ein solches Großbauvorhaben ist Planungssicherheit“, so Andretta. Mit der Bildung eines Sondervermögens werde dafür das Fundament gelegt - jetzt könne konkret geplant werden. Der Vorstand der Universitätsmedizin sei aufgefordert worden, bis Ende Juni einen Masterplan vorzulegen, der dann geprüft und bis Ende des Jahres beschlossen werden solle.
Nicht berührt von diesen Planungen sei der Bau des Bettenhauses 1 und des OP-Bereiches, „womit hoffentlich noch in diesem Jahr begonnen werden kann“. Die Universitätsmedizin Göttingen gehöre zu den besten in Deutschland, so Andretta: „Sie gehört nicht nur in der Forschung und Krankenversorgung zur Spitze, sie ist darüber hinaus als Arbeitgeberin ein Jobmotor für ganz Südniedersachsen“. Mit ihrer Entscheidung gebe die Landesregierung zudem ein „starkes Signal für Göttingen“.
Der Sprecher des UMG-Vorstands, Heyo Kroemer, begrüßte die Ankündigungen als „klares Bekenntnis der Landesregierung zur UMG Göttingen“. Die UMG freue sich, dass die Regierung ein lange vernachlässigtes Problem nun entschieden angehe. Investitionen in die Infrastruktur der Einrichtung seien dringend notwendig. In Göttingen gebe es Deutschlands einzige Universitätsmedizin, für die seit 40 Jahren kein klinischer Neubau errichtet worden sei.

Er hoffe, dass die Ankündigungen nun zeitnah umgesetzt werden, sagte Kroemer. Dann werde es für die UMG eine langfristige Entwicklungsperspektive geben. Für den geplanten Neubau des Bettenhauses 1 für rund 150 Millionen Euro laufe die Finanzierung unabhängig von dem Sondervermögen und sei mittlerweile relativ gesichert, so Kroemer.

"Die Universitätsmedizin Göttingen gehört zu den besten in Deutschland."
Gabriele Andretta, SPD-Landtagsabgeordnete

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bilder der Woche vom 9. bis 15. September 2017