Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
1,7 Millionen Euro für 200 Wohnheimsplätze in Göttingen

Studentenwerk 1,7 Millionen Euro für 200 Wohnheimsplätze in Göttingen

Das Studentenwerk Göttingen bekommt für das geplante Wohnheim im Bereich der Nord-Uni eine Anschubfinanzierung des Landes von knapp 1,7 Millionen Euro. Das Geld stammt nach Auskunft der SPD-Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta und Ronald Schminke aus dem Sonderprogramm "Studentisches Wohnen".

Voriger Artikel
Mountainbike in Göttinger Leineaue gefunden
Nächster Artikel
Sparkasse in Einbeck: Kundenschließfächer aufgebrochen
Quelle: Archiv

Göttingen. Die rot-grüne Landesregierung hat dafür im Haushalt 2015 fünf Millionen bereitgestellt. Aus diesem Programm sollen landesweit 600 Wohnheimplätze finanziert werden, davon allein 200 in dem neuen Göttinger Wohnheim. Weitere geförderte Wohnheimplätze sollen in Hannover, Oldenburg und Osnabrück entstehen.

Bei der Anschubfinanzierung handelt es sich nach Auskunft von Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerkes, um einen zinslosen Kredit, den das Land gewährt. Derzeit geht Magull von rund 13,5 Millionen Euro für den geplanten Neubau auf einem südöstlich der Nordmensa gelegenen Gelände aus.

„Zu wenig bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist in Göttingen ein akutes Problem. Allein auf der Wohnheim-Warteliste des Göttinger Studentenwerkes stehen zurzeit rund 2100 Studierende – ein Umstand, dem wir nicht tatenlos zusehen dürfen", kommentiert Andretta die derzeitige Situation. Sie erinnert daran, dass das Studentenwerk gemeinsam mit der Stadt Göttingen zu Beginn des Wintersemester ein Notbettenlager in der ehemaligen Voigtschule eingerichtet hat, um wohnungslosen Studierenden zumindest eine kurzfristige Übernachtungsmöglichkeit anbieten zu können. Zudem hatte die Wohnrauminitiative in der Humboldtallee Unterkünfte in einem Zeltlager für wohnungssuchende Studenten angeboten.

Schminke und Andretta gehen davon aus, dass nach Abschaffung der Studiengebühren der Ansturm auf die niedersächsischen Hochschulen anhalten werde und die Schaffung von günstigem Wohnraum als Herausforderung bleibe. Es sei ein großer politischer Fehler gewesen, über den Hochschulpakt zwar zusätzliche Studienplätze zu finanzieren, aber keinen einzigen Cent für die soziale Infrastruktur, also zusätzliche Wohnheimplätze und Mensen, vorzusehen. Deshalb müsse der Hochschulpakt dringend um ein Bund-Länder-Programm für zusätzliche Wohnheimplätze aufgestockt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis