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100 Tage Michael Kaiser, Bürgermeister der Stadt Hardegsen

Interview 100 Tage Michael Kaiser, Bürgermeister der Stadt Hardegsen

Die im vergangen Jahr gewählten Bürgermeister sind seit 100 Tagen im Amt. Das Tageblatt hat sie nach ihren ersten Eindrücken gefragt. Michael Kaiser (parteilos), ist Bürgermeister der Stadt Hardegsen. Als gemeinsamer Kandidat von CDU, FDP und FWG holte Kaiser bei der Bürgermeisterwahl im Mai 61 Prozent der Stimmen.

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Quelle: Archivfoto

Tageblatt: Sind Sie schon richtig angekommen im neuen Job?
Kaiser: Ja, ich bin bereits im Amt des Bürgermeisters der Stadt Hardegsen angekommen, zumal mir das Verwaltungsgeschäft nicht fremd ist. Von den Kolleginnen und Kollegen wurde ich sehr freundlich empfangen, sodass in kürzester Zeit eine sehr angenehme, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit entstand. Auch mit den Ratskollegen und -kolleginnen   pflege ich einen ebenso offenen wie vertrauensvollen Umgang. Ich freue mich, dass die Bürgerinnen und Bürger mir in vielen Gesprächen Ihr Vertrauen entgegenbringen. Die Arbeit ist vielfältig und macht mir großen Spaß. Ich freue mich auf die Herausforderungen, die vor uns liegen.

Was hatten sie in der Verwaltung und politischen Arbeit so nicht erwartet?
Ich hatte nicht erwartet, dass in so kurzer Zeit eine über die Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit entsteht, die von Gemeinwohlinteressen geleitet ist. Von Anfang an habe ich deutlich gemacht, dass ich sowohl mit dem „bürgerlichen Lager“ als auch mit der Ratsgruppe von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Hardegsen 21 gleichermaßen offen und ergebnisorientiert zusammenarbeiten will. Die bereits gefundene Zusammenarbeit ist eine hervorragende Grundlage für eine nachhaltige und erfolgreiche Stadtentwicklung. Die Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung sind sehr motiviert, ziehen voll mit und pflegen ein gutes Betriebsklima.

Kaum waren sie Bürgermeister, ist ein Gladebeck ein Ortsrat komplett weg gebrochen. Auch andere Ortsgremien kränkeln. Wie begegnen Sie im Bürgermeister-Job der zunehmenden Politikverdrossenheit?
In Gladebeck konnte zwischenzeitlich entgegen einiger Mutmaßungen nach der Auflösung des alten Ortsrates ein vollständiger neuer Ortsrat gewählt werden. Ich halte es für elementar wichtig, dass die ehrenamtliche Arbeit, so auch in den Ortsräten und städtischen Gremien hinreichend wertgeschätzt wird.

Hier engagieren sich Bürgerinnen und Bürger, die ihr eigenes Umfeld, vielen aus Kindertagen bekannt, gestalten und weiterentwickeln. Ich denke, dass sich diese politische Arbeit vom großen, manchmal auch bürgerfernen Politikbetrieb, auf den die Menschen gelegentlich mit Politik- oder Parteienverdrossenheit reagieren, unterscheidet.

Das Interview führte Michael Brakemeier

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