Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
100 Tage im Amt: Interview mit Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg

Sicherheit vor Schnelligkeit 100 Tage im Amt: Interview mit Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg

Die im vergangen Jahr gewählten Bürgermeister sind seit 100 Tagen im Amt. Das Tageblatt hat sie nach ihren ersten Eindrücken gefragt. Sören Steinberg (SPD) ist Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf.

Voriger Artikel
Adelebser Schule schließt im Sommer endgültig
Nächster Artikel
Hardegsen sucht Planer für neuen Flächennutzungsplan

100 Tage im Amt: Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg.

Quelle: Vetter

Nach 100 Tagen im Amt: Sind Sie schon richtig angekommen im neuen Job?
Die ersten Wochen und Monate sind wie im Flug vergangen. Natürlich gibt es auch nach 100 Tagen immer noch neue Termine und Situationen auf die ich mich intensiv vorbereiten muss. Dies wird bestimmt noch eine Weile so weitergehen. Aber eine zunehmende Routine und Sicherheit spielt sich bei den Terminen immer weiter ein.

Was hatten Sie in der Verwaltung und der politischen Arbeit so nicht erwartet?
Bisher konnte ich nicht feststellen, dass es viele unerwartete Aufgaben oder Termine gab. Ich war seit 2006 Mitglied im Gemeinde- und Ortsrat Rosdorf. In dieser Zeit konnte ich mir ein sehr gutes Bild über das Aufgabenfeld eines Bürgermeisters machen. Besonders positiv hervorheben möchte ich aber die vielen Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern in den ersten 100 Tagen. In diesen Gesprächen bekommt man eine direkte Rückmeldung über aktuelle Themen und Probleme. Kleinere Schwierigkeiten lassen sich so schnell und unkompliziert lösen. Aus diesem Grund biete ich in regelmäßigen Abständen auch eine Bürgersprechstunde an.

 Wie haben Sie persönlich den Chemieunfall auf der A7 und seine Folgen empfunden? Sind Sie als Verantwortlicher für die Beseitigung der Giftstoffe auch mal an den Rand ihrer Belastungsfähigkeit geraten?
Der Gefahrgutunfall auf der A7 war eine Katastrophe, die nur durch die Vielzahl der eingesetzten Rettungskräfte und der beteiligten Behörden bewältigt werden konnte. Eine Gemeinde von der Größe der Gemeinde Rosdorf kann einen solchen Unfall alleine kaum bewältigen. Dafür benötigt es die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Nachbargemeinden. Dies klappt wunderbar. Persönlich hat es mich sehr erstaunt wie Komplex sich die Entsorgung der havarierten Fässer mit dem Aluminiumphosphid gestaltet.

Ich halte den großen Aufwand mit allen Sicherheitsmaßnahmen für absolut gerechtfertigt und notwendig. Aluminiumphosphid ist ein Gefahrstoff, bei dem jede Sorgfalt und Vorsicht angebracht war und ist. Sicherheit vor Schnelligkeit hat sich als richtige Strategie erwiesen. Langfristig müssen wir uns die Frage stellen, was darf alles auf der Autobahn transportiert werden und was nicht. Dieses Thema möchte ich in den nächsten Wochen mit den zuständigen Abgeordneten aus Land und Bund besprechen.

Das Interview führte Matthias Heinzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis