Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
1000 Besucher bei Modellbauausstellung in Hann. Münden

Kreuzer, Bahnen, Steinzeitmänner 1000 Besucher bei Modellbauausstellung in Hann. Münden

Aus Schornsteinen quillt der Rauch, Drehkräne liften mächtige Brückenteile und Güterzüge fahren pfeifend in den Bahnhof ein: Es ist ganz schön was los in der Weserberglandhalle.

Voriger Artikel
Rosdorf sucht das Top-Kaninchen
Nächster Artikel
Bekannte Göttinger verkaufen Erbsensuppe bei „Keiner soll einsam sein“

Eisenbahn aus den 1920er-Jahren: Dieter Hoppes Anlage funktioniert so gut wie eine neue.

Quelle: Theodoro da Silva

Hann. Münden. Kein Wunder, sind doch Modellbauer aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hessen gekommen, um ihre Anlagen, Modelle und Figuren zu präsentieren. Rund 1000 Frauen und vor allem Männer und kleine Jungs ließen es sich am Wochenende trotz des wunderschönen Herbstwetters nicht nehmen, die 18. Modellbau- und Eisenbahn-Ausstellung des Modellbauclubs Münden zu besuchen, sich alle 39 Stände genauestens anzuschauen und mit den Ausstellern zu fachsimpeln.

„Ja“, sagt der 67-jährige Dieter Hoppe, er habe seine mehrere zehntausend Euro teure Märklin-Anlage aus den 20er Jahren nicht nur, um sie in die Vitrine zu stellen, sondern auch, um mit ihr zu spielen. „Hin und wieder benötige ich mal ein Ersatzteil, aber ansonsten funktioniert die 90 Jahre alte Bahn aus Blech genauso gut wie eine brandneue.“

Spielen könnte man auch mit Rudolf Heiligtags handgemachten kleinen Figuren, die unter anderem Steinzeitmänner, Ritter und Soldaten sowie historische Figuren wie Nero und Enzo Ferrari darstellen. Oder auch mit dem riesigen Diorama, welches das Technische Hilfswerk aus Neustadt in Holstein in achtjähriger Arbeit zusammengestellt hat, und das Einsätze des THWs im Miniaturformat zeigt.   Einige Modellbauer werden durch ihre beruflichen Erfahrungen inspiriert.

So Wolfgang Bury, der vor seinem Eintritt in die Polizei vier Jahre lang zur See fuhr und sich auf den Bau von Marineschiffen spezialisiert hat. Sein schönstes Modell: der kleine Kreuzer der Kaiserlichen Marine „SMS Emden“, der 1914 in der Südsee im Gefecht mit dem australischen Kreuzer „Sydney“ sank.

Oder auch Kurt Koch. Der Parenser arbeitete 31 Jahre lang als Betriebsmaurer für Huhtamaki in Göttingen-Weende und war unter anderem an der Errichtung des Fundaments für eine neue Siloanlage beteiligt. Wie die riesigen Silotürme mit Hilfe eines gigantischen Krans aufgebaut wurden, hat er mit viel Liebe zum Detail in seiner Modell-Anlage wiedergegeben.

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Bilder der Woche vom 3. bis 9. Dezember