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1000 Jahre Plesse: Beim Jubiläumsfest sind zehn Esel im Einsatz

Weintransport auf vier Hufen 1000 Jahre Plesse: Beim Jubiläumsfest sind zehn Esel im Einsatz

Für das Jubiläumsfest aus Anlass des 1000-jährigen Bestehens der Burg haben die Freunde der Burg Plesse tierische Unterstützung erbeten: Zehn Eselinnen der Interessengemeinschaft Muli und Esel werden Besuchergruppen durch den Wald nach Eddigehausen und zurück geleiten. Auch Weintransporte übernehmen die Vierbeiner.

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Thomas Moritz mit den Esen Finchen und Lilly.

Quelle: EF

Bovenden/Göttingen. Vom 15. September an soll auf der Plesseburg bei Eddigehausen gefeiert werden, unter anderem mit einer Burgkultur am Wochenende, 19. und 20. Sepbember. Plesseforscher Thomas Moritz freut sich schon jetzt auf „experimentelle Archäologie“: Wie vor Jahrhunderten sollen am Sonntag, 19. September, die an der sogenannten Vorburg der Plesse stationierten Esel nicht nur den sanfter ansteigenden Bierweg, sondern auch den historischen und steilen Eselsstieg bewältigen, „aber nur unbeladen“, versichert Moritz.

 
Ziel und auf dem Rückweg Ausgangspunkt der Huftiere und ihrer in der Interessengemeinschaft zusammengeschlossenen Halter ist der Ritterstieg in Eddigehausen. Das Gepäck für die leichtere Aufstiegsroute liefert der Göttinger Weinhändler Philipp Bremer, der während des Festes unter anderem einen ganz besonderen Wein ausschenken will. Sogenannten Steinwein – „Würzburger Stein“ – dessen Vorgänger schon Goethe getrunken und sogar mit auf die Plesse genommen haben soll, als er das Gemäuer 1801 besucht hat. „Der stand nach der Gründung des Weinhandels vor 228 Jahren schon auf einer Preisliste.“ Bremer will zum Verstauen der flüssigen Ladung auf den Eselrücken Transportkörbe und Fässchen zur Verfügung stellen, „normalerweise fülle ich so einen Wein zwar nicht gern um“, sagt der Weinhändler. Für den speziellen Anlass aber denke er darüber nach.

 
Besucher können sich den Eseln auf ihren Wegen zwischen Plesse und Eddigehausen anschließen. Von 10 Uhr an starteten regelmäßig Touren an der Vorburg, die am sogenannten Bischofsweg liegt. Dort informieren die Betreuer der Tiere auch über das Wesen und die Haltung der Vierbeiner.

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