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1000 Jahre alte Krypta in Nörten-Hardenberg wird verschüttet

Sensation wird verschüttet 1000 Jahre alte Krypta in Nörten-Hardenberg wird verschüttet

Sie arbeiten im Wettlauf mit der Zeit. Auf dem Stiftsplatz in Nörten-Hardenberg sind die Archäologen Silvana Streichardt und Frank Wedekind damit beschäftigt, die Ergebnisse der Grabung dort festzuhalten. Eine rund 1000 Jahre alte Krypta ist dort ausgegraben worden.

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Grabungsgelände am Nörtener Stiftsplatz im September: Eine letzte Führung ist am Sonnabend, 25. Oktober, vorgesehen.

Quelle: Hinzmann

Nörten-Hardenberg. In einem Gespräch zwischen Bistum Hildesheim, Flecken Nörten-Hardenberg und Archäologen ist entschieden worden: Die Grabung wird wieder zugeschüttet.

Am Sonnabend, 25. Oktober, können die Menschen einen letzten Blick in Nörtens Geschichte werfen.

„Jetzt steht der Winter an“, sagt Norbert Kesseler vom Bischöflichen Generalvikariat des Bistums. Um Schäden zu vermeiden, sei es das Sicherste, die Grabung denkmalgerecht zu verfüllen. Als Alternative käme eine sogenannte Einhausung in Frage. Doch das sei teuer und dafür sei kein Geld da.

Werde Sand als Füllstoff verwendet, könne die Grube jederzeit wieder geöffnet werden – „wenn man weiß, was man erforschen will, und wenn die Finanzierung geregelt ist“. Kesseler spricht von „einigen 100 000 Euro“. Zunächst gelte es, die wissenschaftliche Auswertung und Publikation der gewonnen Erkenntnisse zu der Krypta zu finanzieren.

Auf dieser Grundlage sei dann möglich, Fördermittel für eine weitergehende Grabung zu beantragen. Von der „Sensation in Nörten“ können dann künftige Grabungsleute lesen: Der Baudenkmalpfleger des Bistums, Stefan Amt, will eine Zeitkapsel in die Grube legen.

„Wenn etwas zugeschüttet ist, bleibt es auch erst einmal zu“, befürchtet Pfarrer Andreas Körner. Wie andere habe er auch schon „Unmutsbekundungen“ aus Nörten gehört. Doch ohne Fördermittel sieht auch er keine Alternative. Von den sensationellen Funden sei Nörten ja fast überrollt worden, sagt er.

Sehen können die Funde alle Interessierten, ein letzten Mal am Sonnabend, 25. Oktober. Von 12 bis 16 Uhr bietet die Firma Streichardt & Wedekind Archäologie auf dem Stiftsplatz in Nörten-Hardenberg Führungen an der Grabung.

Von Ute Lawrenz

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