Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
1000-PS-Truck walzt alles nieder

Stunt-Show auf dem Göttinger Schützenplatz 1000-PS-Truck walzt alles nieder

Waghalsige Sprünge auf dem Motorrad, atemberaubende Fahrten mit Autos auf zwei Rädern sowie ein gigantischer 1000-PS-Truck, der alte Autos zermalmte: Diese und noch viele andere Stunts haben die Korth-Brüder den Zuschauern am Wochenende auf dem Schützenplatz geboten.   

Voriger Artikel
Mit Spaß am Sport gegen Bluthochdruck
Nächster Artikel
Neuer Blick auf das Göttingen-Lied

Göttingen. Ja, sie habe etwas im Magen gespürt, als der Wagen plötzlich auf einer Seite in der Luft stand, berichtet Darlin. Die 17-Jährige war eine der Zuschauerinnen – „wir brauchen Damen zwischen 16 und 60 ohne Holzbein und Herzschrittmacher“, so Moderator André Korth –, die sich in die beiden Dreier-BMW von Jeffrey und Steven Korth wagten und mit ihnen auf zwei Reifen durch die Arena fuhren. „Durch die zusätzlichen Beifahrer hat sich das Gewicht natürlich verändert“, sagte Kirstin (43), die hinter Darlin saß. „Aber das hat dem Fahrer überhaupt nichts ausgemacht – wir haben gemerkt: Die können was, die Jungs.“

Monster-Truck

Der 1000 PS starke und sechs Tonnen schwere Chevy-Monstertruck stammt aus den USA und kostet neu 250000 Dollar. Es handelt sich um eine Sonderanfertigung mit speziellen Bremsen und Stoßdämpfern, die weder in Amerika noch in Deutschland auf der Straße zugelassen ist. Der Gigant ist 180 Stundenkilometer schnell und verbraucht während einer 15-minütigen Show rund 25 Liter Benzin. Ein Reifen ist 1,70 Meter hoch, wiegt mit Felge 500 Kilo und kostet 5000 Dollar.

Ob sie mit der 450er Honda gewaltige Sprünge durch die Arena machten, mit dem Auto Vollgas gaben, um anschließend das Steuer herumzureißen und perfekt einzuparken, oder sich mit dem Wagen spektakulär überschlugen: Stets bewiesen die Fahrer, dass sie ihr Handwerk absolut beherrschen. Und hart im Nehmen sind auch: Nach seinem Überschlag im Corsa hatte Tommy Crash eine nicht unerhebliche Schnittwunde am rechten Arm – er machte weiter, als ob überhaupt nichts geschehen wäre.

Das Finale bildete die Monstertruck-Show. Dafür hatten sich die Korths von einer Göttinger Recycling-Firma rund ein Dutzend alter Autos liefern lassen. Die waren nach der Show kaum mehr als ein paar Klumpen Metall, so sehr hatten die bis zu sechs Tonnen schweren Trucks, die immer wieder über sie hinweg gerollt waren, sie zusammengepresst.

André Korths verstorbener Vater Harry gründete das Familienunternehmen 1972. Mit Jeffrey und Steven sitzt mittlerweile die dritte Generation am Steuer. Jeffreys erster Sohn Anthony (13) hilft bereits kräftig mit, und Sohn Nummer zwei, der einjährige Kenny, ist nach Aussage seines Großvaters schon ganz verrückt nach Autos: „Wenn er in eins reingesetzt wird, ahmt er sofort die Motorengeräusche nach.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung