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Zuckerkrankheit, ihre Folgen und Vorsorge

Gut besuchte Diabetesmesse Zuckerkrankheit, ihre Folgen und Vorsorge

Etwa 1300 Besucher sind am Sonnabend nach Veranstalterangaben zur Göttinger Diabetesmesse gekommen. Sie informierten sich an 20 Ständen der 7A-Apotheken und anderer Dienstleister über Ursachen, Folgen und Vorsorge zur Zuckerkrankheit. Viele ließen ihren Blutzuckergehalt messen.

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Ein kleiner Piks genügt, um den Blutzuckerwert zu messen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung drängen sich die Gäste an den Ständen im Saal der Göttinger Stadthalle. „Das ist ja toll, eigentlich ist er immer höher“, ist Hildegard Lieblich überrascht.

Ein kleiner Piks bringt Klarheit

Ein Piks mit einer Nadel im Finger hat ausgereicht, um den Zuckergehalt in ihrem Blut mit einem Teststreifen zu bestimmen. „124“, sagt Ellen von Rössing vom Herz und Diabeteszentrum NRW der Uni Bochum, „das ist vollkommen in Ordnung“. Bei einem Wert von 200 spreche man von einer Diabeteserkrankung, erklärt die Fachfrau. Kurz zuvor hatte sie noch einen älteren Besucher mit einem Wert von 170 empfohlen, zum Arzt zu gehen.

Lieblich ist zufrieden. Sie habe Diabetes, nehme allerdings noch keine Tabletten. „Aber ich passe auf, vermeide Süßes und Obstsäfte“, sie. Dass zum Beispiel Weintrauben einen Zuckeranteil von 7,5 Prozent haben, eine Ananas aber nur 2,4 Prozent, erfahren Gäste am Stand der zehn Apotheken im 7A-Verbund, die die Messe organisieren. Nebenan können sie mit Schülerinnen der Akademie Göttingen hautschonende Cremes fertigen, Orthopäden bieten weiche Schuhe an und mehrere Anbieter verkaufen Messgeräte. Dazu gibt es Vorträge über Entwicklungen in der Diabetestherapie, gesundes Essen und die Auswirkungen der Zuckerkrankheit.

Verbreitet, aber leicht vermeidbar

Die nehme erschreckend zu, erklärte Apotheker Peter Böning vom A7-Verbund. Inzwischen gebe es 6 Millionen Menschen in Deutschland mit Diabetes Typ 2, die Dunkelziffer sei vermutlich noch einmal so hoch. Dabei lasse sich eine Erkrankung leicht vermeiden: durch viel Bewegung, gesundes Essen und eine frühzeitige Erkennung. Messebesucher Volkmar Büermann aus Bischhausen hat ein erkannte Diabetes: „Ich will mich hier informieren, was ich tun kann“, sagt der 70-Jähre. Die Messe biete dafür „sehr gute Angebote“.

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