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120 Jahre St. Martin in Nörten-Hardenberg

Gemeinde feiert 120 Jahre St. Martin in Nörten-Hardenberg

Zwei Tage lang hat die katholische Gemeinde St. Martin das 120-jährige Bestehen ihrer Kirche gefeiert. Am Sonnabend und Sonntag gab es in Nörten-Hardenberg unter anderem einen mittelalterlichen Markt, eine Ausstellung und Konzerte.

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Quelle: Pförtner

Nörten-Hardenberg. Im Pfarrheim war eine Ausstellung zu sakralen Gegenständen zu sehen. Unter anderem wurden Kelche, eine Monstranz, Messteller und Kännchen gezeigt. Zu sehen waren auch Chormäntel und ein Messgewand mit einer Darstellung eines Phönix. Der mythische Vogel, der aus seiner Asche wiederersteht, ist aus Sicht der Christen ein Symbol für die Auferstehung nach dem Tode. Gezeigt wurden auch eine Taufschale und ein Gefäß für das Öl für die Krankensalbung. Darüber hinaus waren Fotos von der Ausgrabung der Krypta im vergangenen Jahr zu sehen, die Ende 2014 wieder zugeschüttet wurde.

Auf einem kleinen mittelalterlichen Markt an der Kirche waren unter anderem Kleidung, Taschen und Ketten im Angebot. Zu einem gemeinsamen Konzert der Bands „Jigsaw“ und „Die Eichenberger“ am Sonnabend im Festzelt kamen laut Sabine Rother vom Pfarrgemeinderat rund 200 Besucher. Es habe eine Riesenstimmung geherrscht. Am Sonntag wurde im Festgottesdienst eine neue Bronzefigur des heiligen Martin gesegnet. Außerdem gab es im Verlauf des Tage musikalische Beiträge aus der Region.

Mit dem Bau der Kirche St. Martin wurde 1894 begonnen. Die vorherige Kirche musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Geweiht wurde die neue Kirche 1895. Zum hundertjährigen Bestehen 1995 wurde das Gebäude renoviert und erhielt seine jetzige Gestalt.

An der Außenseite des Gebäudes befinden sich zwei Reliefs. Über dem Hauptportal des Turmes ist Christus als Weltenherrscher mit dem Gesetzbuch und erhobener Hand zu sehen, flankiert von den Pfarrpatronen Petrus und Martin. An der Südseite zeigt ein Relief den heiligen Martin als römischen Soldaten auf dem Pferd, als er dem Bettler die Hälfte seines Mantels reicht. An der nördlichen Außenwand ist unter einem Baldachin ein großes, farblich gefasstes Kruzifix angebracht.

Die Furtwängler-Orgel erklang zum ersten Mal Weihnachten 1904 in der Kirche. Zur katholischen Gemeinde St. Martin gehören die Orte Nörten-Hardenberg und Hardegsen mit der Kirche St. Marien. Die Gemeinde hat laut  Pfarrer Andreas Körner etwa 2900 Mitglieder.

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