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13-Jähriger baut St. Michael nach

Eine Kirche aus Lego-Steinen 13-Jähriger baut St. Michael nach

In Göttingen ist wieder eine Kirche gebaut worden – allerdings nur im Miniaturformat, nämlich aus Lego-Steinen. Etwa einen Meter lang ist der aus Spielzeug gefertigte Nachbau der katholischen Kirche St. Michael, den der 13-jährige Jonathan Stechmann erstellt hat.

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Lego-Architekt: Der 13-jährige Jonathan Stechmann mit seinem Modell von St. Michael in der echten Kirche.

Quelle: Heller

Seine Lego-Kirche soll einem guten Zweck dienen: Sie soll in der echten Kirche aufgestellt werden, um als Spendenbarometer zu dienen. Denn das Dach der echten Kirche muss saniert werden, und eine Innenrenovierung steht auch an.

Vorher musste Stechmann allerdings erst einmal selbst sammeln: nämlich Lego-Steine. Diese wurden nach Spendenaufrufen im Pfarrbüro abgegeben. Teilweise holten die Spender die Steine vom Dachboden. Das Spielzeug sei teilweise 40 Jahre alt gewesen und habe sich immer noch gut zusammenbauen lassen, so der 13-jährige Lego-Architekt.

Er schätzt, dass er auf jeden Fall mehr als 1000 Steine verbaut hat. Dabei ist die Kirche noch nicht einmal ganz fertig, denn das Dach fehlt noch. Dies soll erst mit den langsam eingehenden Spenden für das echte Kirchendach gebaut werden: Je weiter sich die Spendensumme der benötigten annähert, desto mehr schließt sich das Dach der Lego-Kirche. Dafür werden allerdings auch noch Dach-Legosteine benötigt, die im Pfarrbüro in der Kurzen Straße 13 abgegeben werden können.

Mit der Idee für den Lego-Nachbau der Kirche sei Pater Manfred Hösl auf ihn zugekommen, berichtet der 13-Jährige, der als Ministrant in der Gemeinde mitwirkt. Hösl wusste, dass Stechmann ein begeisterter Lego-Bauer ist. Zu Hause fertigt er Fahrzeuge, Häuser oder auch Roboter, die zu Musik tanzen oder auf Lichteinfall reagieren. Die Programmierung sei auf der Grundlage eines Basis-Programms nicht weiter schwierig, meint der 13-Jährige. Mit der Lego-AG des Felix-Klein-Gymnasiums sei er auch schon einmal auf der Ideen-Expo gewesen. Man habe damals ein robotergesteuertes Legoschiff gebaut, das Algen abgesammelt habe. Es sei für den Einsatz im Kiessee konstruiert worden, berichtet Stechmann.

Da verwundert es nicht, dass er sich auch des Projekts Lego-Kirche annahm. Zunächst habe er die echte Kirche fotografiert und dann im Computer eine virtuelle Version erstellt, berichtet der 13-Jährige. Dann sei er mit Hilfe der gespendeten Lego-Steine an den Bau gegangen. Herausgekommen ist ein Nachbau, der gleich ans Original erinnert. Und wenn, vielleicht nach einem Transportunfall, das Kreuz auf dem Lego-Kirchturm falsch herum steckt, bemerkt Stechmann es sofort und richtet es mit einem Handgriff – die Sanierung der echten Kirche wird vermutlich etwas länger dauern.

Die Lego-Kirche wird während des Pfarrfestes am Sonntag, 15. August, um 14 Uhr in der echten St.-Michael-Kirche in der Kurzen Straße 13 enthüllt. Damit fällt zugleich der Startschuss für die Sammlung von Spenden für die Renovierung der Kirche. Das Gemeindefest beginnt um 10.30 Uhr mit einer Festmesse mit Kräuterweihe. Um 18.30 Uhr gibt es ein offenes Singen in der Kirche.

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