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13 Kandidaten bei der Wahl zum Ortsrat in Elvese

„Wir sind ein Elvese“ 13 Kandidaten bei der Wahl zum Ortsrat in Elvese

„Wo ist das Problem in Elvese“, das wollen viele Bürger wissen. Nach diversen Rücktritten waren im November nur noch zwei von fünf Ortsratsmandaten besetzt, das Gremium musste aufgelöst werden. 13 Kandidaten treten am Sonntag, 8. März, bei der Neuwahl an. Sechs kandidieren für die SPD, sieben für die „Bürger/innen für Elvese“.

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Elvese wählt einen neuen Ortsrat.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Elvese. Bei einer Fragestunde am Mittwoch hatten Interessierte Gelegenheit, die Kandidaten kennenzulernen. Die Moderation hatte Ortsvorsteherin Martina Beck (SPD) zugunsten der Neutralität an Pastor Winfrid Barabasch vergeben. Auf Wunsch der Bürger hatte Beck den Termin angesetzt. Für die SPD stellten sich neben Beck ihr Parteigenosse York Winkler und die Parteilosen Matthias Vollmer und Thomas Bahnweg den Fragen von mehr als 20 Elvesern. Die bedauerten, dass kein Vertreter der „Bürger/innen für Elvese“ erschienen war. Zu kurzfristig sei der Termin mit nur einer Woche Vorlauf angesetzt worden, sagte ihr Vertreter Hartmut Ehmen auf Anfrage.

Sich als Neubürger zu integrieren, sei fast unmöglich, sagte ein Zuhörer. Mehrmals habe er das Eselfest besucht. Auch dort habe er keinen Kontakt zu anderen Bürgern bekommen. Ein anderer erzählte, dass er inzwischen zum Handballspielen nach Sudershausen fahre. „Wir sind auch alle zugezogen“, betonte Beck. Beim neuen Thiefest gebe es Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Außerdem könne man Interessengemeinschaften bilden. Treffen von Eltern oder Hundehaltern schlug etwa Bahnweg vor.

Auch für Winkler geht es darum, mit „offenem Ohr und offenem Herzen“ zu einer Dorfgemeinschaft zu finden, Mitwirkungs- und Begegnungsraum zu schaffen. Im Falle seiner Wahl möchte er dazu beitragen, dass die Menschen ihren Lebensmittelpunkt im Dorf finden können. Das Dorfgemeinschaftshaus solle im Sinne des Wortes zu einem Haus für die Dorfgemeinschaft werden. Sorge macht Winkler die „Verletztheit im Ort“.

Kandidat Bahnweg sprach sich dafür aus, dass die Begriffe Altdorf und Neubaugebiet aus dem Vokabular der Elveser verschwinden sollten. „Wir sind ein Elvese“, lautete sein Fazit. Mobilität war für Vollmer ein wichtiges Thema. Hillerse versorge der Bus. „Warum kann er nicht noch zwei Kilometer weiter bis nach Elvese fahren?“ Dem Neubürger, der darüber klagte, dass er auf dem Eselfest keinen Anschluss gefunden habe, bot Vollmer für das nächste Fest Begleitung an.

Ihren neuen Ortsrat können die Elveser am Sonntag, 8. März, von 8 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus wählen. Drei Stimmen stehen jedem Wähler zur Verfügung. Jede Stimme kann er entweder einer der Listen oder einem Kandidaten geben.

Von Ute Lawrenz

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