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1300 Stellungnahmen zu Windrad-Gebieten in Adelebsen

400 Menschen beteiligen sich 1300 Stellungnahmen zu Windrad-Gebieten in Adelebsen

Die Gemeindeverwaltung Adelebsen hat die Eingaben von Bürgern zur geplanten Ausweisung von neuen Windrad-Gebieten nun komplett gesichtet. Es seien rund 1300 Stellungnahmen eingegangen, so Bürgermeister Holger Frase (SPD).

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Quelle: dapd (Symbolfoto)

Adelebsen. Für die Ausweisung von Windradgebieten muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Im jetzigen Entwurfsverfahren sind noch zwei Gebiete vorgesehen: östlich von Barterode und südwestlich von Adelebsen. Die Bürger hatten bereits im Verfahren zum Vorentwurf die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. Damals hatte es knapp 700 Stellungnahmen gegeben.

In der zweiten Runde haben laut Frase viele Bürger mehrere Stellungnahmen abgegeben. Die 1300 Eingaben stammten von 400 Bürgern, die nicht nur aus dem Gemeindegebiet von Adelebsen kämen, sondern auch aus Emmenhausen, Esebeck und Göttingen. Aus der Gemeinde Adelebsen mit etwa 6400 Einwohnern hätten sich rund sechs Prozent der Bürger beteiligt.

Beim jetzigen Verfahren zum Entwurf habe die Qualität der Stellungnahmen zugenommen, so Frase. In der ersten Runde seien noch 80 bis 90 Prozent der Eingaben für das Verfahren nicht von Bedeutung gewesen. Die aktuellen Eingaben seien an das Planungsbüro übergeben worden. Die Bearbeitung der Unterlagen werde voraussichtlich im Januar 2016 abgeschlossen sein. Dann könne die Politik über die Abwägung der Stellungnahmen beraten und beschließen.

Die Pläne sind in der Gemeinde äußerst umstritten. Insbesondere in Barterode haben sich Windrad-Gegner formiert, die das dort geplante Gebiet ablehnen. Zwischenzeitlich sah es danach aus, als könnte es nach der zweiten Verfahrensrunde noch eine dritte mit einem neuen Entwurf geben. In der bei Barterode geplanten Fläche war 2014 ein brütender Rotmilan gesichtet worden.

Da dies für den jetzigen Entwurf noch nicht berücksichtigt ist und der Vogel besonders streng geschützt werden muss, hätte dies eine Neuausrichtung der Pläne und damit einen neuen Entwurf bedeuten können. Da der Vogel 2015 aber nicht mehr in dem Gebiet gebrütet habe, müsse es nun keine weitere Runde mehr geben, so Frase. Die Entscheidung darüber treffe jedoch der Rat. 

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