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130000 Tonnen Schotter ins neue Gleisbett

Sanierung der ICE-Schnellbahnstrecke hat begonnen 130000 Tonnen Schotter ins neue Gleisbett

Seit Wochenbeginn saniert die Deutsche Bahn AG die Schnellbahnstrecke Kassel – Göttingen – Hannover. Am Montag war unter anderem der Abschnitt Lippoldshausen – Nörten-Hardenberg an der Reihe.

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Seit Wochenbeginn saniert die Deutsche Bahn AG die Schnellbahnstrecke Kassel – Göttingen – Hannover. Am Montag war unter anderem der Abschnitt Lippoldshausen – Nörten-Hardenberg an der Reihe.

Quelle: CH

Göttingen/Hannover.

Insgesamt vier große Reparaturzüge sind derzeit im Einsatz. Zwei arbeiten sich von Lippoldshausen, wo die Arbeiten im Süden beginnen, nach Norden vor, die anderen beiden von Hannover in Richtung Süden, erklärt eine Bahn-Sprecherin den Ablauf. Die beiden Nord-Züge waren am Montag im Bereich Hannover-Messe eingesetzt.

Die Sanierung ist ein Großprojekt, bei dem etwa 130000 Tonnen neuer Schotter ins Gleisbett eingearbeitet werden. So quälte sich am Montagmorgen ein Schotterzug über die Überführung am Postverteilzentrum, teils im Schritttempo. Jeder dieser Züge transportiert 600 Tonnen Schotter.

Auf der Schnellbahnstrecke wird auf etwa 30 Kilometern in Abschnitten der Schotter gereinigt und die Gleisbettung mit neuem Schotter aufgefüllt. Dazu sind vier Bettungsreinigungsmaschinen und vier Schotterpflüge gleichzeitig im Einsatz, teilt die Bahn mit. Außerdem wird auch an anderen Stellen des 90 Kilometer langen gesperrten Streckenabschnittes Schotter gereinigt und teilweise erneuert. Diese Arbeiten, erläutert die Bahn, „sind aufgrund der hohen Beanspruchung der Strecke erforderlich“. 

Nach dem Prinzip von Wanderbaustellen wird täglich in verschiedenen Bereichen zwischen Hannover und Kassel gearbeitet, erklärt die Bahn. In der Region werden die Diesellokomotiven der Schotter- und Reparaturzüge durch die Firma Hilke Heizöl aus Nörten-Hardenberg mit Treibstoff versorgt.

Nach Beginn der Bauarbeiten auf der Schnellfahrstrecke fahren die Züge im Fern- und Nahverkehr seit Montagmorgen nach dem dafür erarbeiteten Ersatzfahrplan. Die Züge des Fernverkehrs werden umgeleitet und haben daher verlängerte Fahrzeiten oder geänderte Abfahrt- und Ankunftszeiten.

Ihren Kunden rät die Deutsche Bahn AG, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung aktuell auf  bahn.de/liveauskunft oder mobil unter m.bahn.de in der DB Navigator-App zu informieren.

Ohne Mehrkosten vom IC in den ICE

Wegen der Einschränkungen im Zugverkehr wegen der Sperrung der Schnellfahrstrecke Kassel – Göttingen – Hannover hat die Deutsche Bahn AG die allgemeinen Fahrgastrechte um einige Kulanzlösungen erweitert. Unter anderem soll für Kunden mit IC-Zeitkarte oder -Abonnement die Nutzung von ICEs ohne Aufpreis möglich sein.

Dies gelte auch für das IC/EC-Semesterticket auf dem Streckenabschnitt Kassel – Göttingen, erklärt die Deutsche Bahn weiter. Als weitere Kulanzregelung sollen Kunden mit IC- oder ICE-Zeitkarte eine Teilerstattung erhalten.

Kunden mit einer Bahncard 100 wird empfohlen, sich beim BahnCard-Service zu melden. Bereits erworbene Flex- und Sparpreistickets wie auch Reservierungen würden kostenlos erstattet. Dafür muss sich der Kunde unter Angabe der Auftragsnummer an fahrkartenservice@bahn.de wenden. Zudem hebt die Bahn die Zugbindung für bereits gekaufte Sparpreistickets auf, teilt die Göttinger Verbraucherzentrale mit. Falls allerdings der Zug wie auf dem Ticket angegeben fährt, bleibt die Zugbindung ohne Ausnahme bestehen. Sonst würde sich jeder Kunde, der eine reguläre Verbindung nutzen will, ein Sparpreisticket kaufen und sich dann auf den Wegfall der Zugbindung berufen.

Das entspricht den ohnehin geltenden Fahrgastrechten: Wenn sich die gebuchte Verbindung bahnseitig ändert, wird die Zugbindung aufgehoben. Die Fahrgastrechte gelten zusätzlich zu den Ausnahme- und Kulanzregelungen anlässlich der Streckensperrung zwischen Kassel und Hannover.

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