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507 Wanderer erklimmen höchsten Berg im Harz

15. Brockenaufstieg 507 Wanderer erklimmen höchsten Berg im Harz

In aller Frühe ist am Sonnabend der 15. Brockenaufstig am Kehr gestartet. Über zwei Tage haben 507 begeisterte Wanderer den langen Marsch zum höchsten Berg im Harz auf sich genommen.

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Mit einem Glockenschlag läutet Tageblatt-Chefredakteur Uwe Graells den 15. Brockenaufstieg ein.

Quelle: Markus Hartwig

Am frühen Sonnabendmorgen sind 507 angemeldete Brockenwanderer um 6.15 Uhr in Richtung des höchsten Berges im Harz aufgebrochen. Unter den 205 Frauen und 302 Männern im Alter von 15 bis 79 Jahren waren auch 78 Teilnehmer, die sich für die kürzere Tagestour eingeschrieben haben, sowie viele, die zum wiederholten Male an dem Event teilnahmen. Bei allen unterschiedlichen Voraussetzungen einte die Wanderer ein Ziel: Sie wollten den Gipfel in 1.141 Metern Höhe erreichen. Dafür nahmen sie den Fußmarsch über 87 Kilometer frohen Mutes in Kauf.

Ein Vorhaben mit Strapazen: Das meint auch der begeisterte Wanderer und Brockenaufstiegs-Veranstalter Nicolai Fleischer. Er war Ende 2000 auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und hatte erkannt, dass das neue Abenteuer nah vor der Haustür liegt. Nun hat am Wochenende der 15. Brockenaufstieg stattgefunden, und ein Problem steht seit Beginn im Vordergrund: Blasen an den Füßen.

Problem Blasenfüße

„Hier haben wir von den Niederländern gelernt, deren Nijmegen-Marsch doppelt so lange dauert wie unserer. Sie haben uns gezeigt, wie man Blasenfüße gut versorgt“, erzählte Nicolai Fleischer mit Blick auf die vielen Füße beim Start am Sonnabend. Zur Blasen-Versorgung ist beispielsweise eine Station auf der Route in Hilkerode eingerichtet worden. Podologen waren es auch, die sich zur Halbzeit um die Fußpflege in den beiden Teilnehmerhotels im 49 Kilometer entfernten Bad Lauterberg gekümmert haben. Sie hatten, so Fleischer rückblickend, viel zu tun.

Die Pflege der geschundenen Füße war nicht der einzige Service, auf den die Teilnehmer bauen konnten. Vom Wanderfrühstück am Treffpunkt Schützenplatz mit Bustransfer zum Start, bis hin zum Gepäcktransport zu den Hotels mit abendlichem 3-Gänge-Menü, standen zusätzlich an den Verpflegungs- und Eventstationen Teamer zum Ansprechen bereit, und die Johanniter haben den Aufstieg zum 15. Mal begleitet. Radscouts haben die Straßen gesichert, und ein „Besenwagen“ hat die Teilnehmer bei Bedarf auf vier Rädern ans Ziel gebracht.

Eine Brockenparty mit Musik, die Vergabe von zwei Sieger-Ehrennadeln sowie Bezwinger-T-Shirts haben das Wochenende für die tapferen Brockenbezwinger abgerundet. Am Sonntag um 16 Uhr hatten 440 von ihnen das Ziel erreicht.

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