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150 Flüchtlinge im Göttinger IWF-Gebäude

Vertrag wird unterschrieben 150 Flüchtlinge im Göttinger IWF-Gebäude

Eine Flüchtlingsunterkunft am Nonnenstieg ist nach Angaben von Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) nur noch Formsache.

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Eine Flüchtlingsunterkunft am Nonnenstieg ist nach Angaben von Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) nur noch Formsache.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Stadt werde voraussichtlich noch in dieser Woche einen Mietvertrag mit dem Eigentümer des Gebäudes des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF), der Göttinger EBR Projektentwicklungs GmbH, unterzeichnen. Er sei zunächst auf drei Jahre befristet, mit einer Option auf eine Verlängerung.

Die Verwaltung habe sich einen längerfristigen Vertrag gewünscht, sagt Schlapeit-Beck. Der Besitzer der Immobile habe aber auf der Staffelung bestanden. Aus gutem Grund, sagt Borzou Rafie Elizei, Geschäftsführer der EBR. „Unser Ziel ist nach wie vor die Entwicklung des Areals mit einem modernen, nachhaltigen und nutzerorientierten Wohnungsbau.“ Zumindest in einer Übergangszeit wolle die EBR aber etwas „zu der sehr angespannten Wohnraumsituation für Flüchtlinge beitragen“. Das Wohnheim soll am 1. Oktober eröffnet werden und Platz für rund 150 Flüchtlinge bieten. Das Gebäude soll auf Kosten des Eigentümers nach Vorgaben der Verwaltung umgebaut werden, damit es auch als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden kann. Die Vergütung erfolgt dann über die Miete.

Unterdessen geht die Suche nach Standorten für weitere Flüchtlingswohnheime weiter. Es gebe zwar noch nichts Konkretes, betont Schlapeit-Beck. 2016 müssten aber zumindest weitere „Container-Unterkünfte“ wie auf den Zietenterrassen gebaut werden, um der steigenden Zahl an Flüchtlingen gerecht zu werden. Dabei dürften solche Unterkünfte nicht erste Wahl sein, erklärt Schlapeit-Beck. Besser wäre es, richtige Wohngebäude zu schaffen.

Als „ideales Modell“ bezeichnet die Sozialdezernentin das Projekt der Städtischen Wohnungsbau an der Jheringstraße. Dort sollen bis 2016 20 öffentlich geförderte Sozialwohnungen mit ein bis drei Zimmern entstehen. Diese sollen nicht nur, aber auch an Flüchtlinge vermietet werden. Später könnten sie dann als „regulärer Wohnraum“ dienen, sagt die Sozialdezernentin.

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