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150 neue Wohnungen am Greitweg?

Göttingen 150 neue Wohnungen am Greitweg?

Der Ortsrat Grone hat das Wohnbaulandkonzept und das Gewerbeflächenkonzept Göttingen 2030 im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit nur einer Enthaltung von Heinz-Günter Bode (CDU) zur Kenntnis genommen. Allerdings lehnten die Bürgervertreter den Begriff „zustimmend“ ausdrücklich ab.

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Quelle: GT

Grone. Zudem stellten sie an Verwaltung und Rat eine Reihe von Forderungen. Laut Flächennutzungsplan können im Stadtteil auf einer Fläche von mehr als16 Hektar 650 Wohneinheiten – 560 Wohnungen und 90 Einfamilienhäuser – gebaut werden. Der Ortsrat lehnt das ab und fordert eine Reduzierung des Wohnungsbaus um die Hälfte auf 280, unter anderem deshalb, weil für die Zukunft wärmere Sommernächte prognostiziert werden und genug Platz für den Wärmeabfluss bleiben soll. Darüber hinaus lehnen die Bürgervertreter die Ausweisung des Gebiets im Bereich Siekhöhenallee als reines Gewerbegebiet ab und fordern stattdessen die Ausweisung als Mischgebiet. Der Grund: die Furcht vor Emissionen, die Industrieansiedlungen in einem reinen Gewerbegebiet erzeugen könnten.

Mit Skepsis sehen die Politiker auch den geplanten Wohnungsbau am Langen Reekesweg. 250 neue Wohnungen seien gleichbedeutend mit rund 500 Autos und der damit einhergehenden Lärmbelästigung, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Grunwald. Hans-Dieter Ohlow vom Fachdienst Stadt- und Verkehrsplanung kündigte an, dass die Stadt auf jeden Fall ein Gutachten in Auftrag geben werde. Sollten die Pläne umgesetzt werden, sei es gut möglich, dass es Lärmschutzmaßnahmen geben wird.

Mit dem von der Verwaltung vorgestellten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Greitweg-Nord“ sind nicht alle Ortsratsmitglieder einverstanden. Der Plan sieht vor, auf einer Fläche von 2,4 Hektar im Bereich von Rudolf-Winkel-Straße und Greitweg rund 150 Wohnungen plus eventuell Büros und Läden zu bauen. Man habe bereits mit dem Grundstückseigentümer gesprochen und eine Kostenabschätzung vorgenommen, so ein Verwaltungssprecher. Noch 2016 wolle man ein städtebauliches Konzept entwickeln, einen Wettbewerb durchführen und Mittel in den Haushalt 2017 einstellen. „Und Sparta?“, wollte Wolfgang Thielbörger (FDP) wissen.

Der Fußballverein habe bereits genug mit Beschwerden über Lärmbelästigung zu kämpfen, sagte Thielbörger. Er stimmte gegen den Plan, Dieter Krause (SPD) und Heinz-Günter Bode enthielten sich. Die übrigen Ortsratsmitglieder stimmten dem Plan zu. 

Einstimmig zur Kenntnis genommen hat der Ortsrat den Umweltbericht für den Flächennutzungsplan als auch den Entwurf des Landschaftsplans. Der Umweltbericht prüft mögliche Beeinträchtigungen von Landschaft und Natur, die durch Baumaßnahmen hervorgerufen werden können. Der Landschaftsplan beinhaltet einen Maßnahmenkatalog für die Fortbildung der bestehenden Freiflächen im Sinne einer Förderung und Verbesserung des Naturhaushalts.

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