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16,2 Millionen für Schulen

Sanierungsprogramm für Gebäude im Landkreis 16,2 Millionen für Schulen

16,2 Millionen Euro will der Landkreis Göttingen in diesem Jahr für die Erhaltung und Modernisierung seiner Schulen und anderer Gebäude ausgeben. 195000 Euro gehen dabai in Verbesserungen für die Berufsbildenden Schulen Hann. Münden.

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Uwe Wagner mit dem Europaschlüssel, der nicht nur an der BBS, sondern in allen Behindertentoiletten Europas passt.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden/Göttingen. Schwerpunkt der Arbeiten seien Energiesparen, Brandschutz und Inklusion, erklärte Kreisrätin Christel Wemheuer bei der Vorstellung der Arbeiten in den berufsbildenden Schulen Münden. Dort wurde und wird derzeit viel für die Barrierefreiheit getan: So ist ein Fahrstuhl installiert worden, mit einem Rollstuhllift können Treppen überwunden werden. Ziel sei, alle Schulen des Landkreises im Jahr 2018 komplett barrierefrei umgestaltet zu haben.

BBS Münden: sämtliche Toiletten top-saniert

In der BBS Münden allerdings, erklärte Schulleiter Gerd Reddig, werde im laufenden Schuljahr kein Schüler mit entsprechenden Behinderungen unterrichtet. In jedem Fall, so der Schulleiter, sei er dankbar dafür, dass mittlerweile sämtliche Toiletten top-saniert seien. In vielen anderen Schulen hingegen sei der zustand der sanitären Anlagen ein ständiges Ärgernis.

Verbesserungen gibt es auch für das Lehrerzimmer im Schulgebäude am Auefeld. Dort wird derzeit unter anderem die alte Beleuchtung durch Leuchtdioden-Technik (LED) ersetzt. Die LED-Technik sei ein Kernelement der Gebäudesanierungen, nicht nur in Schulen, erklärt Kreisrätin Wemheuer. Sie biete im Vergleich aller technischen Umrüstungen das höchste Sparpotenzial – zum einen wegen der erheblichen Stromersparnis, zum anderen auch wegen der großzügigen Förderung des Bundes, der 25 Prozent der Investitionskosten übernehme.

Mehr Helligkeit

Die neuen LED-Lampen wirken heller als die bisherige Beleuchtung, bestätigt Rüdiger Nebel vom Gebäudemanagement des Landkreises. Das ist kein Zufall: Bei der Begutachtung des alten Zustandes habe sich herausgestellt, dass die Helligkeit nicht ausreichte, um die geltenden Arbeitsschutzvorschriften zu erfüllen. Daher habe man die Helligkeit heraufsetzen können. Andernfalls, meint Kreisrätin Wemheuer, hätte man noch mehr Energie sparen können.

Ein Problem plagt den Landkreis derzeit, sagen Nebel und Wemheuer: Wegen der guten Baukonjunktur sei es schwierig geworden, Firmen zu finden, die solche Arbeiten übernehmen könnten. Anders als in früheren Jahren könne der Landkreis daher auch nicht garantieren, dass die Bauarbeiten in die Schulferien gelegt werden.

Klimaschutz-Stelle rechnet sich

Der Landkreis verfügt mittlerweile über einen Klimaschutzbeauftragten. Diese Stelle, sagte Kreisrätin bei der Vorstellung des Investitionsprogramms für kreiseigene Gebäude am Mittwoch in Münden, habe sich bereits bezahlt gemacht. Die Summen der eingeworbenen Förderungen übersteige die Personalkosten eindeutig.

Nebenbei könne man die Förderungsanträge nicht stellen – dazu seien die Antragsverfahren und -formulare oft viel zu kompliziert, sagte Wemheuer. Zudem müssten viele Arbeiten aufwändig ausgeschrieben werden – auch wenn sich die Kreisverwaltung bemühe, Firmen aus der Region ins Boot zu holen.

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