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170 „gehobene“ Wohnungen im Nonnenstieg

Pläne für ehemaliges IWF-Gelände 170 „gehobene“ Wohnungen im Nonnenstieg

Dort wo heute noch das Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) steht, sollen im kommenden Jahr zehn mehrgeschossige Wohngebäude entstehen. So sehen es die Pläne der neu gegründeten EBR Projektentwicklung GmbH vor, die gestern vorgestellt worden sind.

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Blick in den in den Hinterhof: Entwurf für das neue Wohnquartier.

Quelle: Dietrich / Untertrifaller

Göttingen. Rund 170 Wohnungen im „gehobenen Segment“ sind nach Angaben von Borzou Rafie Elizei, geschäftsführender ERB-Gesellschafter, in zehn Gebäuden, darunter sieben Atriumhäuser, geplant. Hinzukämen Flächen für 1000 Quadratmeter für Büros und Praxen und 800 für Nahversorger. Große Supermärkte und Discounter schließt Elizei dabei aus. 350 Parkplätze in Tiefgaragen sollen entstehen. Geplant ist, die Wohnungen als Eigentumswohnungen zu verkaufen. Weder über die Summe, die die ERB investiert, noch über späteren Quadratmeterpreise für die Wohnungen machte Elizei Angaben.

Die vorgestellten Pläne sind das Ergebnis eines bei der Architektenkammer Niedersachsen registrierten Wettbewerbes. Vier Architektenbüros hatten sich beworben. Gesche Grabenhorst, Juryvorsitzende und Mitglied des Göttinger Städtebaubeirates, lobte die „neue und spannende“ Architektur des Architektenbüros Dietrich / Untertrifaller aus Wien. Stadtbaurat Tomas Dienberg, ebenfalls Jurymitglied, nannte die „hochwertige“ Architektur des Entwurfs als die beste Lösung für das schwierige Gelände am Hang und für die Maßgabe, den alten Baumbestand zu erhalten.

Startschuss: Stadtbaurat Dienberg, Architekt Much Untertrifaller und ERB-Gesellschafter Elizei (v. l.)

Startschuss: Stadtbaurat Dienberg, Architekt Much Untertrifaller und ERB-Gesellschafter Elizei (v. l.)

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Er machte angesichts der im Vergleich zur benachbarten Bebauung großen Gebäude deutlich, dass es von Anfang an um die Planung „von verdichteten Wohnungsbau“ an dem Standort gegangen sei. Erst diese gewählte Bauform, so Grabenhorst, ermögliche es, die alten Bäume zu erhalten und Grünflächen zu schaffen. Bei einer kleinteiligeren Bebauung wäre deutlich mehr Fläche versiegelt worden.

Die ERB will nach Angaben von Elizei im nächsten Jahr anfangen zu bauen. Der Kaufvertrag für das insgesamt knapp 33 000 Quadratmeter große IWF-Gelände soll nach Angaben von IWF-Liquidator Horst Scherer unterschrieben werden, sobald ein Bebauungplan vorliegt. Zu dem Areal gehören auch mehr als 10 000 Quadratmeter Kleingärten, die erhalten bleiben sollen. Über den zu erstellenden Bebauungsplan beraten nun die politischen Gremien des Rates.

gturl.de/nonnenstieg

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