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178 Wohnungen für Studenten in Göttingen

Wohnungsgenossenschaft informiert 178 Wohnungen für Studenten in Göttingen

Die Bewohner im Ostlandweg und im Rudolf-Stich-Weg sorgen sich: Dort, wo derzeit entlang der Straße An der Lutter noch 55 Garagen stehen, will die Wohnungsgenossenschaft bis zu 178 28 Quadratmeter große Apartments für Studenten und Gastwissenschaftler bauen.

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Platz für Neubau: Die Wohnungsgenossenschaft plant 178 Studentenapartments. Ersatz für die wegfallenden Parkplätze soll es geben.

Quelle: Vetter

Göttingen. Die Anwohner fürchten Lärm durch ausschweifende Studentenpartys. „Studentisches Leben ist nicht kompatibel mit unserer Schichtarbeit“, sagt einer der Mieter der Wohnungsgenossenschaft aus dem Ostlandweg. Eine Anwohnerin sieht in dem zum größten Teil fünfstöckig geplanten Appartementhaus ein „überdimensioniertes Monster“, das den Nachbarn das Licht wegnimmt.

Das sei eine „extreme Einschränkungen der Wohnqualität“. Andere sorgen sich, dass es künftig zu wenig Parkplätze in dem Viertel geben wird. An einer Informationsveranstaltung, zu der die Genossenschaft 270 Haushalte eingeladen hatte, haben am Montag mehr als 80 Anwohner teilgenommen.

Die Angst vor Studenten und deren Partys konnte Carlo Scherrer, technischer Leiter und Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft, den Anwohnern nicht nehmen. Gerade Wohnungen für Studenten seien Mangelware, besonders in Weende gebe es dafür eine hohe Nachfrage. Die jüngst im Tageblatt veröffentlichten Forschungsergebnisse hätten das bestätigt, sagte Scherrer.

„Wo die Nachfrage am höchsten ist, da müssen wir hin“, so Scherrer weiter. Und alternative Flächen zu dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück im Rudolf-Stich-Weg gebe es in Weende für Geschosswohnungsbau nicht. Hans Otto Arnold, CDU-Rats- und Ortsratsmitglied, pflichtete Scherrer bei.

„Ausgesprochen gute Lage“

Scherrer versicherte, dass der Anspruch an die Architektur hoch sei. Um die Qualität sicherzustellen, sei ein Wettbewerb ausgelobt worden. Am Freitag trifft sich die achtköpfige Wettbewerbsjury zum ersten Mal. Sie sichtet die bis Ende November zahlreich vorgelegten Konzepte.

Aussagen zur städtebaulichen Entwicklung, zur Erschließung und ein Mustergrundriss waren dabei von den Bewerbern gefordert. In einer zweiten Phase sollen die zehn bis 15 nach Jurymeinung besten Arbeiten vertieft werden. Die beste Lösung soll dann nach der Jurysitzung im März Grundlage für die Politik sein, um nach einer Lösung für den noch aufzustellenden Bebauungsplan zu suchen, erläutert Scherrer.

Mit dem Neubau entstehen im Viertel 30 neue Parkplätze. Auf je sechs Wohnungen kommt ein Parkplatz. Scherrer hält das wie Karen Hoffmann, Leiterin des Fachdienstes Stadt- und Verkehrsplanung, für ausreichend. Es handele sich mit E-Radschnellweg und Busanbindung um eine „ausgesprochen gute Lage“, sagte sie in der Oktobersitzung des Ortsrates. Arnold hingegen fordert einen Schlüssel von 1:2. Auch die Anwohner fürchten, dass 30 Plätze nicht reichen werden und der Parkdruck sich verschärfe.

Derzeit rechnet die Wohnungsgenossenschaft mit einem Baubeginn im Frühjahr 2016. Ende 2017 soll der Neubau fertig sein. 15 Millionen Euro hat die Genossenschaft nach jetziger Kalkulation dann investiert.

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