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Lkw-Fahrer zu Geldstrafe verurteilt

2,9 Promille am Steuer Lkw-Fahrer zu Geldstrafe verurteilt

Knapp eine Woche, nachdem ihn die Polizei mit 2,9 Promille aus dem Verkehr gezogen hatte, musste sich am Dienstag ein 39-jähriger Lastwagenfahrer aus Rumänien vor dem Amtsgericht Göttingen verantworten. Das Gericht verurteilte ihn wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 500 Euro.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Außerdem wird ihm für ein Jahr die Fahrerlaubnis in Deutschland entzogen. Der 39-Jährige war am vergangenen Mittwoch mit seinem Sattelzug auf ein Betriebsgelände am Göttinger Güterverkehrszentrum gefahren. Weil er eine Alkoholfahne hatte, alarmierte ein Mitarbeiter die Polizei. Der Alkoholtest ergab einen Wert von 2,9 Promille. Da weder der Fahrer noch sein Arbeitgeber die geforderte Sicherheitsleistung von 1000 Euro hinterlegten, kam der 39-Jährige in Hauptverhandlungshaft. Diese kann angeordnet werden, wenn ein Fall im beschleunigten Verfahren entschieden werden soll und zu befürchten ist, dass der vorläufig Festgenommene der Gerichtsverhandlung fernbleiben wird. Die Hauptverhandlung muss dann binnen einer Woche stattfinden.

Die kurzzeitige Haft hat bei dem 39-Jährigen offenbar eine starke Wirkung hinterlassen. Immer wieder brach der Lkw-Fahrer in Tränen aus. Er habe einen schweren Fehler gemacht, sagte er. Seinen Angaben zufolge hatte er an dem Nachmittag mehrere Stunden warten müssen, bis er auf dem Firmengelände seinen Lkw beladen konnte. In dieser Zeit habe er auf dem Parkplatz vier oder fünf Flaschen Bier getrunken. Sowohl der Staatsanwalt als auch der Richter waren allerdings überzeugt, dass er schon während der Anfahrt auf der Autobahn alkoholisiert gewesen sein muss. Anders sei der hohe Promillewert nicht zu erklären. Mit einem so schweren Lkw betrunken zu fahren, sei hoch gefährlich, sagte der Richter. „Das hätte schlimme Unfälle sogar mit Toten geben können.“

Der 39-Jährige kam nach der Verhandlung aus der Haft frei. Wie er zurück nach Rumänien kommt, wo er mit einem Monatseinkommen von 500 Euro den Lebensunterhalt seiner kleinen Tochter sowie der Eltern seiner verstorbenen Frau bestreiten muss, wusste er noch nicht. Die Geldstrafe darf er in Monatsraten von 50 Euro abzahlen. Vorher bekommt er keine neue Fahrerlaubnis in Deutschland.

Von Heidi Niemann

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