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Atmosphäre wie im eigenen Garten

2. Herberhausen-Open-Air-Festival Atmosphäre wie im eigenen Garten

Ein lauer Sommerabend, gut aufgelegte Musiker und ein begeisterungsfähiges Publikum - die Zutaten stimmten für ein gelungenes zweites Open-Air-Festival an der Dorfschänke in Göttingen-Herberhausen. Die Betreiberinnen Karin Penemann und Vera Rohrdantz kündigten bereits eine Neuauflage im kommenden Jahr an.

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Quelle: Peter Heller

Herberhausen. Für Phillip Scholz und Jonathan Koch, Sänger und Schlagzeuger der Band Better Than, schloss sich am Sonnabend in der Dorfschänke ein Kreis. "Im Herbst 2012 fragten uns ihre Mütter, ob die beiden mit ihrer Band bei uns auftreten könnten", erinnerte sich Peinemann. Etwa ein halbes Jahr vorher hatte sie die Schänke mit Rohrdantz übernommen. "Bei uns hatten Better Than ihren ersten Auftritt", sagte Peinemann und verwies auf die "tolle Entwicklung" der Musiker. Beim Open Air spielte die Band allerdings nicht in Vollbesetzung. Und so kehrten die beiden Herberhäuser Phillip und Jonathan erstmals zurück auf die Bühne, auf der alles begann, und präsentierten die Songs in einer Akustikversion.

Nach den jungen Rockern waren die alten Recken an der Reihe. Axel Mehner und Klaus Wißmann nahmen für zweieinhalb Stunden auf der Bühne Platz und spielten, wie sie es nennen, Rhythm and Songs auf Deutsch und zu zweit. Sie boten einen breiten Querschnitt ihres Repertoires an Eigenkompositionen. So war John Lennons "Working class hero" nur eine von zwei Fremdadaptionen - in der Mehner-Wißmann-Version als "Freiheitskämpfer".

Folk und Blues als Stimmungsmacher

"Erst spielen wir Irish Folk, um die Stimmung hochzubringen", kündigte Jan Finkhäuser an, der als Mary's Bard von Sebastian Zeising am Cajon sowie zwischenzeitlich von Harald Richter an der Mundharmonika unterstützt wurde. "Dann spielen wir Blues und ziehen sie wieder runter." Und er lieferte den Folk, und das Publikum sang mit. Blues gab es erst später, als Finkhäuser, Wißmann, Richter und Zeising zum Abschluss eine gemeinsame Session starteten. Günther Hartmann von den Bluespiraten zog seine Mundharmonika aus der Tasche und stieg ein. "Das war nicht geplant", erzählte er. Er sei eigentlich nur als Besucher gekommen. Auch Mehner ging für "I will survive" noch einmal auf die Bühne.

Herberhausen Open Air Festival

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Die zweite Auflage des Open Airs beschrieben die Betreiberinnen der Dorfschänke als erfolgreich. "Wir hatten gehofft, dass viele Leute kommen", so Peinemann. Nach Angaben von Rohrdantz seien es rund 160 gewesen, wenn auch nicht alle für die gesamte Dauer von sechs Stunden. Zu der besonderen Atmosphäre trage das ansteigende Gelände bei, sagte Dana Rotter, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Kreuzberg on KulTour, der das Festival organisierte. Es wirke zum einen wie ein kleines Amphitheater und zum anderen, als würde das Konzert im eigenen Garten stattfinden. Rohrdantz kündigte bereits eine Wiederholung für 2018 an. "Wir haben vor, das Open Air zu einer festen Einrichtung zu machen", ergänzte Peinemann.

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