Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
205 Spieler kämpfen um Sieg bei Göttinger Poker-Stadtmeisterschaft

Full House nach drei Minuten 205 Spieler kämpfen um Sieg bei Göttinger Poker-Stadtmeisterschaft

In den Casinos von Vegas spielen die Stars der Poker-Szene um Millionen Dollar. Um Geld ist es am Sonntag in der Weender Festhalle nicht gegangen, das erlaubt das Ordnungsamt nicht. Aber um Sachpreise und – was für viele Teilnehmer wichtiger ist – die Ehre.

Voriger Artikel
Glocken in Gerblingerode sollen nicht verstummen
Nächster Artikel
Falscher WDR-Mitarbeiter verspricht Unterstützung für querschnittsgelähmte Göttingerin

Casino Weender Festhalle: Gespielt wird nicht um Geld, sondern um Sachpreise und die Ehre.

Quelle: Heller

Göttingen. Deshalb waren die meisten der 205 Spieler der fünften Göttinger Poker-Stadtmeisterschaft auch sehr konzentriert bei der Sache. Das Spiel mit den 52 Karten und den vielen bunten Chips ist für viele eben kein harmloser Zeitvertreib, sondern ein ernsthaftes Messen ihrer psychologischen und rechnerischen Fähigkeiten.

Aus Göttingen, dem Eichsfeld, Kassel, Goslar, Hannover und Sachsen-Anhalt waren die Akteure gekommen. Ungewöhnlich wenige mit Sonnenbrille, ganz offensichtlich war Fechten mit offenen Visier angesagt. Allerdings hatte eine Reihe von Spielern eine Baseball-Kappe auf, die sie sich bei Bedarf tief ins Gesicht zogen, um ihre Augen vor den neugierigen Blicken ihrer Mitspieler zu verbergen.

Wieder dabei: Titelverteidiger Jens Olschak (37) aus Eilenstedt (bei Halberstadt), der wie gewohnt sein Bayern München-Trikot mit der Aufschrift „Schweinsteiger“ trug. Auch die vorjährige Zweite, Yvonne Rosche (40), saß wieder am Tisch. Überraschenderweise allerdings nur relativ kurze Zeit – 85 Spieler waren noch übrig, als die Zahntechnikerin aus Duderstadt ihren letzten Chip verloren hatte.

Noch viel früher raus war allerdings der Spieler mit Namen „King Eight“: um 12 Uhr hatte das Turnier begonnen, drei Minuten später zeigte er seine Superhand mit drei Königen, die sein Gegner mit einem Full House (drei Könige plus zwei Buben) jedoch spektakulär konterte. „Kein fehlendes Können, sondern reines Pech“, erläuterte Turnierleiter Uwe Hildebrandt vom ausrichtenden „Poker-As Pokerclub Göttingen“ – Poker ist bis zu einem gewissen Grad eben doch ein Glücksspiel.

Der Sieger stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest – „die Entscheidung dürfte erst kurz vor Mitternacht fallen“, so Hildebrandt.

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016