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22 Kilometer Holperpisten nach harten Wintern

Kreisstraßen 22 Kilometer Holperpisten nach harten Wintern

Zwei harte Winter haben den Straßen heftig zugesetzt. Auch auf den knapp 290 Kilometern Kreisstraßen werden Schäden nur provisorisch ausgebessert. 7,7 Prozent der Kreisstraßen müssen dringend grundsaniert werden: Sie haben die schlechtesten Zustandsnoten zwischen 4,5 und 4,9, so die Kreis-Statistik.

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Die akuten Winterschäden auf den Kreisstraßen sind noch nicht genau erfasst. Der Winter ist auch noch nicht vorbei. Experten sprechen mittlerweile von etwa acht Milliarden Euro bundesweit. Die Kreisverwaltung weiß aber mittlerweile über den Zustand ihrer Straßen genau Bescheid. In den vergangenen zwei Jahren wurde jeder Quadratmeter erfasst – auch mit satellitengestützter GPS-Vermessung – und mit Noten bewertet. 286,55 Kilometer Kreisstraßen mit 1 669 915 Quadratmetern Gesamtfläche gibt es im Kreisgebiet ohne die Stadt Göttingen. 120 958 366 Euro beträgt laut Kreisverwaltung der Restbuchwert Ende 2010. Dieser Vermögenswert schlägt in der Bilanz des Kreises zu Buche, die der Kreis aufstellen muss, weil 2011 auf die doppelte Buchführung umgestellt wird. 4,75 Millionen Euro werden abgeschrieben.

Zustandsdaten Kreisstrassen Okt 2010

Die schlimmsten Holperpisten im Kreis haben Zustandsnoten zwischen 4,5 und 4,9 bekommen – bei einem theoretischen Maximalwert von 5,0. Dazu zählen die K 15 zwischen Gelliehausen und Benniehausen, die K 209 zwischen Jühnde und Barlissen sowie die K 224 bei Güntersen. 4,5 ist nach der Bewertung der Straßenbauer der Schwellenwert, der Sanierungsarbeiten oder verkehrsbeschränkende Maßnahmen erfordert. In dieser Kategorie sind 22 Kilometer Kreisstraße eingestuft, also 7,7 Prozent.

Die mit 4,9 schlechtesten Straßen sind K 45 an der Kläranlage bei Nesselröden und die Verbindung von Hedemünden und Oberode. Glück für die Autofahrer: Die Straße bei Nesselröden lässt sich leicht umfahren, die Straße nach Oberode wird nur von wenigen benutzt.

142 Kilometer Kreisstraßen (49,5 Prozent) sind der Verwaltung zufolge besser als der sogenannte Zielwert 1,5, also in sehr gutem Zustand. 69 Kilometer sind mit Noten zwischen 1,5 bis 3,4 eingestuft (24,3 Prozent). 53 Kilometer Straße 18,5 Prozent) haben Noten zwischen 3,5 und 4,4 bekommen, unterhalb des Warnwertes von 3,5.
Der Zustand der Kreisstraßen sei noch vergleichsweise gut, sagte Kreisdezernentin Christel Wemheuer im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Kreistages: „Wir bewegen uns im oberen Drittel.“

Angesichts der Defizite im Kreishaushalt stehen im Jahr nur etwa eine Million Euro für Bau, Grundsanierung und Einfachausbau mit neuer Decke zur Verfügung. Welche Straßen zum Zuge kommen, richtet sich in erster Linie danach, für welche Vorhaben vom Land Zuschüsse fließen.

In diesem Jahr steht der Ausbau der K 45 mit Brücke und Kreisel bei Nesselröden (Zustandsnote 4,9), die K 203 mit Radweg und Brücke bei Dankelshausen (4,4) und an der K 212 die Brücke bei Nienhagen oben auf dem Programm. Außerdem ist der Einfachausbau von Abschnitten der K 30 und K 42 bei Niedernjesa (4,7) und Ossenfeld (4,2) vorgesehen.

  Kreisstraße
  Neben knapp 287 Kilometern Kreisstraßen gehören dem Landkreis Göttingen 35,5 Kilometer Radwege. Das Radwegenetz hat einen Wert von 2,95 Millionen Euro. Zudem muss der Kreis 94 Brücken mit einer Länge von 1,73 Kilometern unterhalten. Der sogenannte Restbuchwert der Brücken betrug 2010 7,15 Millionen Euro.

[Von Gerald Kräft &
Matthias Heinzel]

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