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22 Schulen erhalten Titel „Umweltschule in Europa“ auf Gut Herbigshagen

Durch Taten die Welt verändern 22 Schulen erhalten Titel „Umweltschule in Europa“ auf Gut Herbigshagen

Das Projekt „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21 – Schule“ feiert seinen 20. Geburtstag. 22 Schulen aus Niedersachsen, darunter einige aus den Landkreisen Göttingen und Osterode, wurden auf Gut Herbigshagen für umweltbezogenes und soziales Engagement ausgezeichnet.

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Quelle: Schauenberg

Herbigshagen. „Vor 20 Jahren hat das Projekt mit 22 teilnehmenden Schulen angefangen. Jetzt sind es in Niedersachsen 358 Schulen, die mit ihrem Engagement für die Umwelt ausgezeichnet wurden“, beschrieb Renate Altermann von der Landesschulbehörde als Regionalkoordinatorin der Umweltschule in Europa (USE) die Entwicklung.

Die Heinz-Sielmann-Stiftung war auch in diesem Jahr Ausrichter der Auszeichnungsveranstaltung, bei der die Teilnehmer von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule ihre Projekte vorstellten, mit denen sie sich um den Titel beworben hatten. Themenbereiche wie Energie, Wasser, Müll, Mobilität, fairer Handel und globales Lernen stehen auf der Agenda.

„Unsere Achtklässler haben in ihrem Wahlpflichtkurs den CO2-Ausstoß und dessen Auswirkung auf den Treibhauseffekt untersucht“, erklärte Lehrerin Christina Seeland, die das Projekt zusammen mit ihrer Kollegin Birgitt Bönitz an der Duderstädter Heinz-Sielmann-Realschule betreute.  Die Schüler hatten eine eigene Wetterstation eingerichtet und die Auswirkungen des Klimas beobachtet.

Ein weiteres Beispiel für Nachhaltigkeit präsentierten die Viertklässler der Göttinger Albanischule. „In einer AG haben die Kinder eine Schülerfirma gegründet. Dort stellen sie recycelte Schulhefte und Blöcke her“, sagte Schulleiterin Juliane Abts.  Außerdem habe sich die Klasse 4c der Schule mit fair gehandelten Produkten wie Kakao und Schokolade beschäftigt, so Abts. Insgesamt wurden neun Schulen aus dem Landkreis Göttingen, darunter eine aus dem Eichsfeld, ausgezeichnet. Der Landkreis Osterode war mit drei Schulen vertreten, der Landkreis Northeim mit zwei Schulen.

In seinen Grußworten lobte Holger Belz, Leiter des Naturerlebniszentrums auf Gut Herbigshagen als Gastgeber, die teilnehmenden Schüler: „Unsere Besucher kommen sonst, um zu schauen, zu hören oder an Umweltbildung teilzunehmen. Doch mit dem Projekt Umweltschule haben wir hier Kümmerer zu Gast, die sich für die Umwelt engagieren.“

Auch Julia Holtzhauer vom Niedersächsischen Kultusministerium betonte: „Durch ihre Taten verändern die Schüler die Welt und übernehmen soziale Verantwortung.“ Monika Ahlrichs, Landeskoordinatorin der USE, stellte zudem ein neues Maskottchen des Projektes vor: Jeremy, eine Handpuppe, fragte die Kinder nach ihren Beiträgen. Schwerpunkte für 2015 bis 2017 sind „Umgang mit Plastik“ und „Voneinander und miteinander lernen“.

Von Claudia Nachtwey

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