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25-Jähriger zu Haftstrafe verurteilt

Schwerer Raub 25-Jähriger zu Haftstrafe verurteilt

Das Landgericht hat einen 25-Jährigen wegen schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung zu zwei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Der Mann hatte mit einem oder zwei Kumpanen junge Leute überfallen und ihnen mit Gewalt Geld und Wertsachen abgenommen zu haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Außerdem hatte er Druck auf ein Opfer ausgeübt, seine Strafanzeige zurückzuziehen. Eine andere Kammer des Göttinger Landgerichts hatte den Mann wegen der gleichen Vergehen schon einmal verurteilt – zu haargenau derselben Strafe.

Geständnis im Gegenzug

Allerdings hatte der Bundesgerichtshof (BGH) diesen Schuldspruch wieder aufgehoben – wegen einer Einigung zwischen zwischen Staatsanwaltschaft, Gericht und Verteidigung auf die Strafe von zwei Jahren und sieben Monaten im Gegenzug für ein Geständnis des Angeklagten. Dieser sogenannte Deal war, befand der BGH, weder öffentlich gemacht noch protokolliert worden. Daher die Neuverhandlung.

Die zweite Überraschung in diesem Verfahren: Nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer am Dienstag eine milde Strafe gefordert, die zur Bewährung hätte ausgesetzt werden können. Doch dem wollte sich das Gericht nicht anschließen. Die Taten wögen zu schwer, die darin offenbarte kriminelle Energe sei zu hoch, um noch eine Bewährungsstrafe zuzulassen, begründete Richter Ralf Günther das Strafmaß.

Akitv beteiligt

Die Schilderungen der als Zeugen geladenen Opfer der Straftaten seien zudem schlüssig und überzeugend gewesen. Anders als der Angeklagte es in seinem Teilgeständnis dargestellt habe, sei er aktiv an den Raub- und den anderen Taten beteiligt gewesen.

Zugunsten des 25-Jährigen, Mitarbeiter ausgerechnet eines Sicherheitsdienstes, wertete Günther die bisherige Unbescholtenheit des Mannes. Außerdem habe er eine Familie mit sechs Kindern zu versorgen. „Schuld- und tatangemessen“ seien alles in allem zwei Jahre und sieben Monate Haft.

Angesichts seiner nicht-kriminellen Vorgeschichte könne der 25-Jährige denn auch damit rechnen, nur einige Wochen wirklich ganztägig hinter Gittern verbringen zu müssen. In vergleichbaren Fällen sei es gängige Praxis, Häftlingen zügig den Status eines Freigängers zu gewähren, meinte Günther.

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