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25 Jahre Göttinger Kinder- und Jugendtelefon

Jubiläum 25 Jahre Göttinger Kinder- und Jugendtelefon

Das Kinder- und Jugendtelefon (KJT) Göttingen ist 25 Jahre alt. Das feiert die Hilfseinrichtung am Donnerstag, 30. Mai, um 16 Uhr in einer öffentlichen Feierstunde in der Albanikirche.

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Quelle: HAZ/Archiv

Göttingen. Dabei wird der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen, Aribert Rothenberger, über das Thema „Seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen heute“ sprechen. Die Präsidentin des Lions Club Göttingen, Bettina von Arnim, wird dem KJT bei der Gelegenheit einen Scheck in Höhe von 4400 Euro übergeben.

In den 25 Jahren haben sich nach Angaben des KJT rund 280 ausgebildete Berater die Sorgen und Nöte der Kinder und Jugendlichen am Telefon angehört und versucht zu helfen. Mehr als 168 000 Gespräche seien in dieser Zeit geführt worden. In den Anfangsjahren war die Zahl der Gespräche geringer, in den vergangenen drei Jahren lag sie pro Jahr zwischen 16 000 und 19 000. Zudem wurden seit 2004 knapp 6600 Mail-Anfragen beantwortet.

1988 hatte der Göttinger Kindertherapeut Werner Walter ein Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Die ehrenamtlichen Berater waren zunächst zweimal in der Woche erreichbar ist. Auf Initiative des Göttinger Arztes Klaus von Reyher wurde das Sorgentelefon als Verein gegründet.

Von Reyher wirkte zehn Jahre lang als Vorsitzender des Vereins. 1989 wird der Name von Sorgentelefon in Förderverein Kinder- und Jugendtelefon Göttingen geändert. Zugleich gibt es täglich von montags bis freitags Beratungszeiten, die in den kommenden Jahren noch erweitert werden. 

Auch das Beratungsgebiet wird ausgeweitet: von Stadt und Landkreis Göttingen auf Südniedersachsen sowie Teile Nordhessens und Thüringens. Die Einrichtung zieht im Lauf der Zeit mehrfach um. 2002 übernimmt die heutige Vorsitzende des Fördervereins, Gisela Wetzel-Willert, ihr Amt. 2003 feiert der Verein sein 15-jähriges Bestehen. Im gleichen Jahr beginnt die Beratung per Mail.

Göttingen ist damals eines von 19 KJTs bundesweit, die diese Form der Beratung anbieten.

Die Streichung von öffentlichen Geldern für Stellen führt ab 2002 zu einer Existenzkrise der Einrichtung. 2004 übernehmen Vorstand und Team die Arbeiten ehrenamtlich. Durch Presseberichte, Unterstützung durch Politiker, Aktionen und das hohe Engagement von Personen und Einrichtungen fließen vermehrt Spenden und Bußgelder in die Vereinskasse.

Der Vereinshaushalt stabilisiert sich. 2007 wird Andrea Hofmeister Koordinatorin und Geschäftsführerin. Der erste Ausbildungskurs für das Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ startet im Dezember 2007. Im Juni 2008 starten zehn Jugendliche mit der Beratung anderer Jugendlichen.

Das Thema Teenagerschwangerschaften wird 2008 in dem Klassenzimmer-Theaterstück „Ein Schnitt in den Bauch“ thematisiert. Das Stück von Jörn Barke wird in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „Stille Hunde“ unter der Regie von Christoph Huber von 2008 bis 2011 an Schulen und in Kirchengemeinde der Region gespielt.

Das Stück gastiert auch beim der Festveranstaltung zu 30 Jahre „Nummer gegen Kummer“ 2010 in Neuss und bei der Feier zu 50 Jahren Deutscher Kinderschutzbund im gleichen Jahr in Hamburg.

2008 wird das 20-jährige Bestehen gefeiert. „Sieh mich an und hör mir zu! Was es für junge Menschen bedeutet, gehört und gesehen zu werden“ lautet das Thema des Festvortrags von Gerald Hüther. 2009 bekommt das Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ den Johanniter-Jugendpreis verliehen.

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