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25 Kilo Mett und Gassenhauer am Fließband

Kirmesfrühstück Holtensen 25 Kilo Mett und Gassenhauer am Fließband

Was war denn da los? Nachdem Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) und Stadtbaurat Thomas Dienberg gestern das Kirmesfrühstück in Holtensen verlassen hatten, fingen die Gäste plötzlich an zu schunkeln.

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Hokus Pokus: Die Partyband gleichen Namens zauberte mit vielen Gassenhauern Stimmung in die Halle.

Quelle: Theodoro da Silva

Auch wenn man hier böse Absicht unterstellen könnte: Das eine hatte mit dem anderen nichts zu tun. Vielmehr hatte die Partyband Hokus Pokus just nach dem Entschwinden der städtischen Vertreter den beliebten Gassenhauer „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ angestimmt – und damit offensichtlich den Nerv der Menge getroffen.

Zwei Stunden zuvor war die Holtenser Mehrzweckhalle zwar auch schon gut gefüllt, allein Stimmung wollte noch nicht so recht aufkommen. Dabei spart man hier schon beinahe traditionell an großen Reden, die ja oft sehr einschläfernd wirken können, und konzentriert sich auf das Wesentliche. „Wenig sagen, viel essen, viel trinken“, fasste es ein Sitznachbar zusammen. Wobei man natürlich erst viel essen müsse, um dann viel trinken zu können. Die Band spielte derweil „Rote Lippen soll man küssen“ – dabei wollten alle doch erst mal frühstücken.

Die Wurstspezialitäten, darunter 25 Kilo Thüringer Mett, von Ortsbürgermeister und Kirmesschirmherr Karl Wille (SPD) bildeten die richtige Grundlage und waren schnell verputzt. Der Durst wurde mit Bier gestillt, klar, und nach dem letzten Bissen folgte als Absacker ein Klarer. Die Band stimmte – und das passte dann wieder – „Schön war die Zeit“ an. Das dachte sich wohl auch Oberbürgermeister Meyer samt Gefolge. Er klopfte, wie es hierzulande gute Sitte ist, zum Abschied energisch auf den Tisch und entschwand. Tja, und dann wurde wie gesagt geschunkelt.

Ortsbürgermeister Wille wurde bei so viel guter Laune ganz warm ums Herz. Er lobte Einsatz und Eifer der Holtenser. „Das klappt hier einfach, jeder zieht mit“, sagte er. Er sei „so was von zufrieden“. Schon beim Kirmesumzug am Sonntag sei „der Bär los“ gewesen. Das setze sich nun beim Kirmesfrühstück fort. Wobei es Frühstück natürlich nicht ganz trifft, eher Brunch. Denn wie sagte es ein älterer Herr am Tisch nebenan: „Bis heute Abend reicht das Bier auf jeden Fall.“

Auch das übrigens ein Umstand, der laut Wille der guten Gemeinschaft geschuldet ist. Privatleute und Firmen hätten sich wieder sehr spendabel gezeigt und literweise Gerstensaft gestiftet. Selbst wenn er mal nicht mehr Bürgermeister sein sollte, „diese Veranstaltung lasse ich nicht im Stich“, versprach Wille noch schnell. Dann schunkelte er weiter.

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