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Ein Jahr lang Gutes tun

FSJ-Abschluss Ein Jahr lang Gutes tun

Ein Jahr lang beeinträchtigten Menschen helfen, Einblicke in andere Lebenswelten gewinnen und dabei sogar den Traumberuf finden - so ging es Flora, René und Friederike, die mit rund 250 anderen jungen Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr über den Träger Internationaler Bund (IB) geleistet haben.

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Flora (von links), Friederike und René.

Quelle: gb

Göttingen. Am Freitag feierte der FSJ-Jahrgang 2016/17 seinen Abschluss in der Freien Waldorfschule in Göttingen. In der vergangenen Woche hatten die FSJler ihr Jahr in Kreativworkshops reflektiert und ihre Erfahrungen in Theaterstücke,  Bilder, Musik und Text umgesetzt. Eine Event-Management-Gruppe aus den Reihen der FSJler stellte daraus ein Bühnenprogramm zusammen.
Zu den Organisatoren gehört auch Flora, die seit Oktober im Weender Krankenhaus tätig ist. "Medizin ist schon immer meine große Leidenschaft, deshalb möchte ich eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin machen. Das FSJ ist für mich die Chance, schon mal ein Gefühl für den Krankenhausalltag zu bekommen." Zu Floras Aufgaben auf der internistisch-gereatrischen Station gehört das Waschen und Anziehen der Patienten, das  Vorbereiten und Anreichen von Essen und auch mal Kaffee kochen. Das schönste an ihrer Arbeit sei, den Fortschritt zu sehen, den die Patienten machten.
"Es ist toll den Reha-Prozess mitzuerleben und dabei zu sein, wenn ein Patient mit Oberschenkelhalsbruch irgendwann wieder laufen kann."  Auch René ist begeistert von seinem FSJ, das er in den Göttinger Werkstätten absolviert. Zuvor hatte er schon eine handwerkliche Ausbildung begonnen, aber schnell gemerkt, dass das nicht das richtige für ihn ist. Zur beruflichen Orientierung bewarb er sich für ein FSJ. Und tatsächlich hat er hier seine Berufung gefunden, er möchte jetzt eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger machen.
Auch für Friederike war das FSJ in der Förderschule am Tannenberg zukunftsweisend. Sie bewirbt sich jetzt für einen Studienplatz im Förderschullehramt. "Die Arbeit mit den Kindern ist so erfüllend, so was habe ich vorher noch nie erlebt", erzählt sie. Das Beste an der Arbeit in der Förderschule sei es, die Entwicklung der Kinder mitzuerleben. "Wenn ein Kind, das fast nie gesprochen hat, plötzlich anfängt, beim Dribbeln mit dem Ball zu zählen, ist das total schön."

Von Gwendolyn Barthe

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