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30 Jahre Frauenselbsthilfe-Gruppe nach Krebs in Göttingen

Selbsthilfe 30 Jahre Frauenselbsthilfe-Gruppe nach Krebs in Göttingen

Seit 30 Jahren gibt es in Göttingen die Frauenselbsthilfe nach Krebs. Diesen Geburtstag hat die Gruppe mit knapp 50 Gästen im Haus der offenen Tür gefeiert.

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30 Jahre Frauenselbsthilfe nach Krebs: Sigrid Beister, Karin Opitz, Margita Klee (vorne v. l.) mit Gästen.

Quelle: Hinzmann

Grone. Die Frauenselbsthilfe-Gruppe organisiere Treffen und Vorträge, erklärt Kassiererin Margita Klee. Auch gemeinsame Ausflüge stünden auf dem Programm – um die Krankheit mal für ein paar Stunden zu vergessen. Auch Singen, Kochen und Basteln zählten zu den gemeinsamen Aktivitäten. Im Zentrum stehe der gegenseitige Austausch und die gegenseitige Unterstützung. Es sei schließlich ein Schlag, wenn man die Diagnose bekomme. Man fühle sich erst einmal hilflos und niedergeschmettert. Auf Wunsch besuche die Gruppe auch Patienten im Krankenhaus oder unterstütze Betroffene bei Arztbesuchen. Die Gruppe sei ausdrücklich auch offen für Männer, so Klee. Betroffene mit allen Arten von Krebs könnten sich der Gruppe anschließen. Zu den Treffen kämen rund 40 Teilnehmer.

Pastor Henning Kraus von der Kirchengemeinde St. Petri, in deren Räume sich die Selbsthilfegruppe trifft, würdigte deren heilsame Arbeit. Die Diagnose Krebs erzwinge einen Kampf, der immer wieder auch verloren gehe. Nach der Diagnose seien erst einmal „Angst und Zweifel obenauf“, so der Pastor. Dazu gehörten auch Zweifel am Glauben und an der Gerechtigkeit Gottes. Da tute es gut, wenn man in der Selbsthilfegruppe miteinander reden und schweigen könne, Nähe und Verständnis finden könne. Dieses heilsame Miteinander könne dazu beitragen, den Glauben auch in schwerer Zeit zu bewahren.

Neben Kraus würdigten auch Angelika Tilenius von der AOK, der stellvertretende Groner Ortsbürgermeister Werner Bonus (SPD) und Dr. Adelgund Emons von der Universitätsklinik Göttingen die Arbeit der Gruppe.

Die Selbsthilfe-Gruppe trifft sich an jedem ersten und dritten Montag im Monat in der Kirchstraße 4 in Grone. Dort gibt es an jedem zweiten Montag im Monat um 15 Uhr außerdem einen Gesprächskreis für Neu- und Wiedererkrankte. Ansprechpartnerinnen sind Sigrid Beister, Telefon 05546/1266, und Karin Opitz, Telefon 05506/1387.

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