Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
300 Beschäftigte aus Göttingen bei Warnstreik in Bremen

Arbeitsniederlegung 300 Beschäftigte aus Göttingen bei Warnstreik in Bremen

Rund 300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus Göttingen haben sich am Donnerstag an einem Warnstreik und an einer Kundgebung in Bremen beteiligt.

Voriger Artikel
Arbeiten am Göttinger eRadschnellweg gehen ab Montag weiter
Nächster Artikel
Göttinger Linke erneuert Kritik an geplantem Verkauf der ehemaligen Voigtschule
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Mitarbeiter des Uni-Klinikums, der Polizei, Forstarbeiter bei der Stadt und Beschäftigte an Schulen haben sich in Göttingen nach Auskunft von Verdi-Gewerkschaftssekretär Patrick von Brandt an der Arbeitsniederlegung beteiligt. Am Morgen waren sie gegen 6.30 Uhr mit sieben Bussen aus Göttingen aufgebrochen. „Ich bin positiv überrascht über die Anzahl der Streikenden“, sagte Bilanz am Nachmittag. Mehr als 7000 Beschäftigte aus Niedersachsen und Bremen nahmen an der Kundgebung in Bremen teil.

Das Göttinger Uni-Klinikum hatte für die Patientenversorgung – auch in der Notaufnahme – einen Notdienst eingerichtet. Planbare Operationen waren auf Freitag verschoben worden. Nach Auskunft von Klinikumssprecher Stefan Weller sei der Betrieb am Donnerstag weitgehend reibungslos verlaufen, alle Notfälle seien behandelt worden. Einen Tag Warnstreik zu überbrücken, sei zu schaffen. Wirtschaftlich habe der Warnstreik das Klinikum aber sehr wohl getroffen. Im Klinikum legten rund 200 Beschäftigte ihre Arbeit nieder.

Mit dem Warnstreik wollen die Gewerkschaften vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde Druck auf die Arbeitgeber machen. Sie fordern 5,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 175 Euro im Monat. Außerdem geht es um die Altersversorgung der Tarifbeschäftigten und befristete Beschäftigung. Gerade bei der Betriebsrente, so von Brandt, würden die Arbeitgeber „erhebliche“ Zugeständnisse von den Arbeitnehmern fordern. Bislang seien die Verhandlungen eher „bescheiden“ verlaufen.

Die Verhandlungen werden am 16. März in Potsdam fortgesetzt. Deutschlandweit geht es dabei um rund 800 000 Tarifbeschäftigte.

Dieser Artikel wurde aktualisiert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016