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OVG bestätigt Verbot von NPD-Marsch

300 Demonstranten protestieren gegen NPD-Aufmarsch OVG bestätigt Verbot von NPD-Marsch

Es bleibt zunächst dabei: Die NPD darf am Sonnabend nicht durch Göttingen ziehen. Das hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am Freitagabend entschieden und damit das Verbot des Verwaltungsgerichts Göttingen bestätigt. Geplant ist aber eine NPD-Kundgebung am Bahnhof.

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Bereits am Freitagabend haben knapp 300 Teilnehmer als "Warm-UP" dagegen in der Innenstadt demonstriert.

Quelle: CH

Göttingen. Bereits am Freitagabend haben knapp 300 Teilnehmer als "Warm-UP" dagegen in der Innenstadt demonstriert.

„Ganz Göttingen hasst die NPD“, skandierten die Demonstranten, als sie am Abend vom Gänseliesel aus durch die Innenstadt und schließlich zum Campus zogen. Gleich zu Beginn forderten Sprecher, dass Göttingen „nazifreie Zone“ sein müsse. Gegen Rechtsextremismus müsse man „auf allen Ebenen einen Kampf führen“. Bei ihrem Zug passierten die Demonstranten auch das besetzte Haus an der Oberen Masch 10. Dort, ebenso wie wenig später am Stumpfebiel, wurden sie mit Böllern und Bengalos begrüßt. Die Demo endete auf dem Campus. Anmelder Patrick Humke von der Antifaschistischen Linken war zufrieden, er lobte die „entspannte Stimmung“.
Am Sonnabend müssen die Teilnehmer der Kundgebung des rechtsextremen sogenannten „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ (FkTN) um NPD-Landratskandidat Jens Wilke von 11 bis 15 Uhr vor dem Bahnhof bleiben. Nach der Kundgebung am Bahnhof wollen die Rechten nach Northeim ziehen. Für 16 Uhr ist dort eine Kundgebung angemeldet.
Gegen Rechtsextremismus will das Göttinger „Bündnis gegen Rechts“ demonstrieren. „Friedlich, laut und bunt“ solle die Demonstration gegen den NPD-Aufmarsch sein, sagte Lothar Hanisch, DGB-Regionsgeschäftsführer und Sprecher des Bündnisses. Treffpunkt für eine zentrale Gegendemonstration des „Bündnisses gegen Rechts“ zur geplanten NPD-Kundgebung ist am Sonnabend, 10. September, um 9 Uhr am Platz der Synagoge. Dem Bündnis gehören mehr als 40 Gruppen und Organisationen an – von Kirchen, Parteien und Gewerkschaften bis zu den Antifa-Gruppen Redical M und der Antifaschistischen Linken International. Auch Jusos, Grüne Jugend, die SPD-Kreistagsfraktion und die Antifa Linke haben zur Teilnahme an der Bündnis-Demo aufgerufen. Gegen das Marsch-Verbot für FkTN und NPD kann Wilke noch vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen. us/ bib

Von Britta Bielefeld und Ulrich Schubert

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