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3000 Helfer beim großen Frühjahrsputz in Göttingen

„Wo es sauber ist, fühlt man sich wohl“ 3000 Helfer beim großen Frühjahrsputz in Göttingen

Knapp 3000 Göttinger beteiligen sich in diesem Jahr wieder am Frühjahrsputz XXL der Stadt Göttingen. Seit Montag sammeln die ehrenamtlichen Helfer fast eine Woche lang im gesamten Stadtgebiet achtlos weggeworfenen Müll ein.

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„Gemeinsam kriegen wir es sauber“: Astrid-Lindgren-Schüler beteiligen sich mit Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am Frühjahrsputz.

Quelle: CR

Göttingen. Zu den ersten Sammlern gehörte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD. Gemeinsam mit Kindern der Astrid-Lindgren-Schule suchte er Dosen, Flaschen, Kippen, Papier und anderen Unrat im Umfeld der Groner Grundschule. „Es ist nichts Schlimmes, sich zu bücken, um Müll aufzuheben“, appellierte er an die Kinder und weiteren Göttinger, mitzumachen. „Gemeinsam kriegen wir es sauber“, fügte er an, „und wo es sauber ist, fühlt man sich wohl“.

2004 hatten die städtischen Entsorgungsbetriebe (GEB) die große Frühjahrsputz-Kampagne zum ersten Mal ausgerufen – damals unter dem Slogan „Jetzt bekommt der Müll ’ne Abfuhr“. Inzwischen wurde er erweitert um den Zusatz „– einfach gemeinsam“.

Was die Göttinger gemeinsam leisten können, haben sie schon in den Vorjahren bewiesen. Regelmäßig sammelten etwa 3000 angemeldete Freiwillige während der Aktionswoche bis zu 30 Kubikmeter Müll. Papier,  Plastiktüten und typischer Hausabfall gehörten ebenso dazu wie Batterien, Autoreifen und Metallschrott. Die meisten Teilnehmer suchen Wegränder, Parks, Bachläufe, Wäldchen, Spielplätze und andere öffentliche Bereiche in ihrem Wohn-, Arbeits- und Freizeitumfeld ab.

17 Schulen seien in diesem Jahr dabei, so Maja Heindorf von den Entsorgungsbetrieben, aber auch einige Firmenteams, Vereine und Bürgerinitiativen. „Schön ist es, dass sich immer mehr Familien und kleine Privatgruppen anmelden“, ergänzt sie. Es hätten sogar noch viel mehr Engagierte helfen wollen, „aber irgendwann stoßen wir an logistische Grenzen“, erklärt Heindorf, warum nicht alle in die offizielle Sammlerliste aufgenommen worden seien.  Nach der Anmeldung werden die Helfer mit großen Mülltüten, Handschuhen und Sammelzangen ausgestattet. „Und jeder Helfer bekommt ein Dankeschön-Geschenk.“ Anschließend holen die GEB den gesammelten Müll an einem verabredeten Ort ab.

Zünftig ausgestattet machten sich am Montag auch die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule auf den Weg. „Ich habe schon ganz viel Plastik in den Büschen gefunden“, berichtet nach wenigen Minuten Kira aus der Klasse 3a. Dass findet die 9-Jährige „gar nicht schön, weil das nicht gut für die Erde ist“. Ihr Mitschüler Hamzah findet vor allem „die vielen Kippen, die hier überall liegen eklig“. Dass der Oberbürgermeister mit sammelt, ist „richtig guuut“, sagt die 7-jährige Jamile aus der Klasse 1b und findet es schon fast lustig, dass sie in einem Beet sogar Nudeln gefunden hat.

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Von Redakteur Ulrich Schubert

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