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31-jähriger Motorradfahrer tödlich verunglückt

Motorradunfall 31-jähriger Motorradfahrer tödlich verunglückt

Bei einem Unfall auf der Autobahn 7 bei Melsungen ist ein Motorradfahrer aus Göttingen enthauptet worden. Nach einer Kurve war der Mann gestürzt und gegen die Leitplanke geprallt. 

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Gestern Nacht: Das Unfall-Motorrad wird untersucht. 

Quelle: ddp

Der 31-Jährige war in der Nacht zum Mittwoch auf der A 7 Fulda – Kassel unterwegs, als er kurz vor drei Uhr etwa 100 Meter nach einer Kurve offenbar die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Darauf weisen Spuren auf der Fahrbahn hin, wie die Autobahnpolizei Baunatal mitteilt. Danach prallte der Mann gegen die Mittelleitplanke, wobei ihm der Kopf abgetrennt wurde.

Ein Autofahrer hatte kurz nach dem Unfall das auf der linken Fahrspur liegende, beschädigte Motorrad entdeckt, nachdem sein Auto das Hinterrad des Motorrads überrollt hatte. Er verständigte die Polizei. Die Beamten fanden wenig später die Leiche an der Leitplanke liegend. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde die Autobahn in Richtung Norden zum Teil gesperrt. 

Zeugen gesucht

Eine Beteiligung anderer Fahrzeuge an dem Unfall schließt die Autobahnpolizei Baunatal bislang aus. Die Ermittler suchen allerdings weiterhin nach Unfallzeugen (Telefon 0561/ 9101920).

Mit den ersten schönen Tagen befürchtet auch die Polizei Göttingen vermehrt Unfälle mit Motorrädern. Zu Saisonbeginn fehle vielen Fahrern noch das Gefühl für Technik und besondere Fahrdynamik der starken und schnellen Motorräder, sagt Verkehrssicherheitsexperte Axel Kerschnitzky: „Die Erfahrung schlummert noch ganz weit unten.“  Zwar gebe es in der Region Göttingen vergleichsweise wenig Motorradunfälle, aber auch hier sollten sich die Motorradfahrer der Gefahren zu Saisonbeginn besonders bewusst sein. 

Dazu gehöre, sich nicht nur um die Technik, sondern auch um die Sicherheit des Gefährts zu kümmern. Kerschnitzky rät unter anderem dringend zu einer Überprüfung der Reifen – insbesondere, ob sie nicht zu alt sind. Außerdem empfiehlt er farblich auffällige Schutzkleidung. Der Sicherheitsexperte  appelliert allerdings auch an die anderen Verkehrsteilnehmer wie Auto-, Bus- oder Lastwagenfahrer: „Sie alle sollten damit rechnen, dass Motorradfahrer keine Knautschzone haben.“

Im vergangenen Jahr gab es im Raum Göttingen einen Motorradtoten, im Jahr 2007 gab es zwei. Im laufenden Jahr kam bereits ein Motorradfahrer bei Münden ums Leben: Er war auf einer Probefahrt unterwegs „und mit dem Motorrad nicht vertraut“, so Kerschnitzky.

                                                                                                             Von Matthias Heinzel

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