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3146 Unterschriften gegen Tempo 30 in Göttingen

„Das nervt einfach“ 3146 Unterschriften gegen Tempo 30 in Göttingen

Der Protest gegen Tempo 30 in den Nachtstunden auf Hauptverkehrsstraßen in Göttingen ist ungebrochen. 3146 Kritiker unterstützten bis Mittwoch eine Protestkampagne auf dem Internet-Portal Open-Petition. Am Nachmittag überreichte ihr Initiator Nick Huntgeburdt aus Klein Lengden in der Gemeinde Gleichen eine Liste der Unterzeichner an Göttingens Ordnungsdezernent Siegfried Lieske.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Seit Ende November dürfen Autofahrer auf sieben Straßenabschnitten in der Zeit von 22 bis 6 Uhr nur maximal 30 Stundenkilometer fahren. Für den achten Abschnitt  – die Reinhäuser Landstraße – läuft noch ein Genehmigungsverfahren beim Land. 

„Das nervt einfach“, erklärte  Huntgeburdt seine Intention. Mehrer der verkehrsberuhigten Abschnitte würden auch auf seinem Weg zur Arbeit liegen. In der Petition berufen sich der 23-Jährige und seine Mitstreiter zudem auf Vorbehalte des Automobilclubs ADAC und Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes.

Per Klick unterzeichnet wurde die Petition gegen Tempo 30 in Göttingen bisher von 1748 Göttingern, 201 Teilnehmern aus dem Bereich Rosdorf, 188 aus der Gemeinde Gleichen, 173 aus Bovenden, 107 aus Friedland, zwischen 20 und 100 aus den weiteren Kreisgemeinden und gut 100 aus anderen Bundesländern.

Lieske verwies Huntgeburdt gegenüber erneut auf einen Aktionsplan des Rates gegen Lärm im Stadtgebiet. Dieser Plan sei Grundlage der Tempo-30-Anordnungen für den Nachtverkehr. Dabei halte sich die Stadt „natürlich streng an die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung und  gesetzlichen Lärmrichtlinien“.

Inzwischen haben die Organisatoren des Portals Open-Petition die Göttinger Ratspolitiker um Stellungnahmen gebeten. Sechs haben sich bisher geäußert – fünf Grüne und ein SPD-Mann. Auf dem Portal gibt es unterdessen auch eine Online-Petition „für Tempo 30 in Göttingen“ während der Nachtstunden. Sie hat bisher 142 Unterstützer – fast ausschließlich Göttinger. Die Initiatoren begründen ihre Kampagne vor allem mit lautem und gefährlichem Autoverkehr, der die jeweiligen Anwohner massiv belaste.

Für Tempo 30
Gegen Tempo 30

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