Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
33-Jähriger soll im Alkoholrausch gezündelt haben

Erst geklaut, dann Haus angesteckt 33-Jähriger soll im Alkoholrausch gezündelt haben

Erst stahl er aus unbewohnten Häusern in seiner Nachbarschaft in der Uslarer Ortschaft Schönhagen Ketten- oder Cupsägen beziehungsweise Alkohol. Dann steckte er die Häuser in Brand und schlug schließlich selbst Alarm. Das wirft die Anklage einem 33 Jahre alten. Mann aus Uslar vor.

Voriger Artikel
Göttinger Seniorinnen entwickeln Miniatur-Ausstellung
Nächster Artikel
Informationsportal zum Kauf von alten Häusern in Hann. Münden
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Uslar. Seit Donnerstag muss sich der inzwischen in der Psychiatrie lebende Angeklagte vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Sieben Taten vom Februar 2014 bis ins Frühjahr dieses Jahres werden ihm vorgeworfen.  Die Diebstähle hat der 33-Jährige zum Prozessauftakt gestanden, zu den Vorwürfen der Brandstiftung schweigt er aber. Im April wurde er festgenommen und im Maßregelvollzug untergebracht.

Die Taten soll er laut Anklage jeweils im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen haben. Er stand jeweils unter Alkoholeinfluss und ist seit langer Zeit abhängig. Das habe seine Einsichtsfähigkeit vermindert.

Zwei der Brandstiftungen wiegen laut Anklage besonders schwer, weil jeweils Wohnhäuser angezündet wurden und damit Menschenleben gefährdet waren. Bei zwei der Diebstählen war es lediglich beim Versuch geblieben. Er hatte Alkohol in den leerstehenden Häusern gesucht, jedoch nichts gefunden.

Den größten Schaden richtete der mutmaßliche Brandstifter an, als er in ein unbewohntes Haus in seiner Nachbarschaft eindrang, zunächst eine Motorsäge stahl und dann an mindestens zwei Stellen einer Scheune vorgefundenes Material entzündete. Dabei soll er gar einen vorgefundenen dachflächenbrenner genutzt haben, um das Feuer zu beschleunigen. Nur dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr konnte das benachbarte Wohnhaus gerettet werden. Trotzdem entstand ein Schaden in Höhe von 400 000 Euro.

In zwei anderen Fällen legte  er laut Anklage einmal Feuer in einer unbewohnten Doppelhaushälfte und gefährdete die Bewohner des anderen Gebäudeteils, und er entzündete in einem leeren Einfamilienhaus an mehreren Stellen gleichzeitig Feuer, um danach Alarm selbst auszulösen. Der Prozess wird Ende Oktober fortgesetzt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“