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Professionelle Cannabis-Plantage in Wohnung

39-Jähriger vor Gericht Professionelle Cannabis-Plantage in Wohnung

Ein 39-jähriger Arbeiter aus dem Landkreis Osterode muss sich seit Mittwoch wegen Drogenhandels vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Staatsanwaltschaft hat den bereits einschlägig vorbestraften Mann wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei Fällen angeklagt. Außerdem wirft sie ihm zwei Einbruchsdiebstähle vor. Der Angeklagte soll in einem Industrieunternehmen in Herzberg diverse Werkzeuge entwendet haben, um sie gewinnbringend zu verkaufen.

Durch Zufall entdeckt

Im Zuge dieser Ermittlungen wurde die Polizei dann auch auf die Drogendelikte aufmerksam: Auf der Suche nach dem Diebesgut hatten Fahnder sein Haus in einem Ortsteil von Hattorf durchsucht. Dort fiel einem Polizisten ein verdächtiger Geruch auf. Er folgte dem Geruch und stieß wenig später auf eine professionell ausgestattete Cannabis-Plantage.

Insgesamt entdeckten die Fahnder etwa 400 Pflanzen in unterschiedlichen Wuchsstadien. Außerdem fanden sie in einem Gefrierschrank knapp 300 Gramm Amphetaminpaste. Das von der Polizei abgeerntete Blatt- und Blütenmaterial der Pflanzen ergab eine Gesamtmenge von gut 1500 Gramm Cannabis.

Der 39-Jährige räumte zum Prozessauftakt die Anklagevorwürfe weitgehend ein. Seinen Angaben zufolge hatte er die Cannabis-Plantage gemeinsam mit einem Bekannten betrieben. Dieser habe sowohl das dafür nötige Material als auch das entsprechende Knowhow gehabt.

Eigenkonsum und Verkauf

Er selbst habe die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und sich um das Gießen der Pflanzen gekümmert. Hierfür habe er von seinem Bekannten 200 Gramm Speed bekommen, das er dann gestreckt habe. Das Amphetamin habe er sowohl für den Eigenkonsum als auch zum Verkaufen verwenden wollen.

Der 39-Jährige war 2007 schon einmal vom Amtsgericht Herzberg wegen Handels mit Betäubungsmitteln verurteilt worden. Zuvor hatten Polizisten bei einer Verkehrskontrolle in Katlenburg (Kreis Northeim) bei ihm neben Marihuana und Ecstasy auch 1100 Euro in kleinen Scheinen entdeckt.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stießen sie auf weitere Drogen, 4500 Euro Bargeld sowie einschlägiges Zubehör wie beispielsweise Waagen und Portionstütchen. Außerdem fanden sich mehrere Waffen. Der Angeklagte erhielt damals eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Diesmal droht ihm eine deutlich höhere Strafe. Der Prozess wird Ende Mai fortgesetzt.

Von Heidi Niemann

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