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430 Göttinger wirken im Theaterspektakel mit

"Gedächtnis einer Stadt" 430 Göttinger wirken im Theaterspektakel mit

430 Göttinger geben am Sonnabend, 20. Mai, auf dem Wochenmarktplatz  die Revue "Gedächtnis einer Stadt". Darunter auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Harald Noack (CDU) . Ein einmaliges Projekt. Das Stück ist nur an diesem Tag zu sehen.

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Quelle: Peter Heller

Göttingen. Seit Ende des vergangenen Jahres proben die Gruppen und Akteure, initiiert wird das Spektakel von den Mitarbeitern des Jungen Theaters (JT) und des KAZ (Kommunikations- und Aktionszentrum). Darüber hinaus sind etliche Göttinger dabei, beispielsweise Köhler als lustiger Senator und Noack als mürrischer Senator. Die beiden Politiker proben am Sonntag auf der Bühne des JT ihren Auftritt. "Bis Sonnabend sitzt der Text", verspricht Noack. Beide Politiker tragen eine Art Boxchampion-Gürtel und Toga. Köhler über linken, Noack über der rechten Schulter. 

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Für die Aufführung werde Bühnen auf dem Platz errichtet, auch die umliegenden Balkone dienen als Bühne. Der Eintritt ist frei, Beginn der Uraufführung ist um 20 Uhr.

Schon seit Tagen proben die Akteure immer wieder auch auf dem Markt. "So etwas hat es bislang noch nie gegeben", sagt Nico Dietrich, Intendant des Jungen Theaters. Die Grundidee, so erklärt Anne Moldenhauer vom KAZ, war es, einmal zu zeigen, was im Ottfried-Müller-Haus alles los ist. Aus dem gemeinsamen Projekt von JT und KAZ wird nun, mit rund 430 Akteuren, eines der größten Schauspielspektakel der Region.

Die Geschichte, so Dietrich, basiert auf dem Stück  "Vineta. Die versunkene Stadt“ von Jura Soyfer. Vom Bauhof bis zur Kirche (die die Glocken klingen lässt), vom DRK bis zum Fanfarenzug Harste, von der Göttinger Dance Company bis zum Hubschrauber der Firma Helijet: In zwölf Bildern sollen die Zuschauer in die Geschichte der versunkenen Stadt eintauchen. "Jedes Bild spielen andere Protagonisten", sagt Dietrich.  Der Jüngste der aus Laienschauspielern zusammengesetzten Kerntruppe, die in gelben Ostfriesennerzen ihren Auftritt probt, ist Frederick. Der 14-jährige Schüler ist durch seine Mutter, die ebenfalls mitspielt, auf die Aktion aufmerksam geworden. "Ich interessiere ich aber sowieso für Musik und Theater", sagt er. Und schon muss der los - Anweisung der Regie.

Gö-Gedächtnis-P2Theatersaal, Junges Theater Göttingen, Hospitalstraße 6Kul-Gedächtnis-P214. Mai von 14 – 15 UhrGemeinsame Probe mit dem OB Köhler und Harald Noack. Im Theatersaal, Junges Theater Hospitalstraße

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Auch die Herren des Shanty-Chors haben sich nicht lange bitten lassen. "Wir wurden gefragt und die meisten haben sofort zugesagt", erzählt Holger Quentin, Chef der Marinekameradschaft. "Die Chance sollten wir nutzen", sagt er.

"Vineta": Lesung zum Stück

Eine Lesung des Buches, auf dem das Stück "Gedächtnis einer Stadt" beruht, steht am Dienstag, 16. Mai, auf dem Programm. Die Jugendbuch-Crew  organisiert die Lesung um 18 Uhr in der Stadtbibliothek Göttingen, Gotmarstraße 8. Das Stück "Vineta" von Jura Soyfer wird mit  musikalischer Begleitung gelesen. Jura Soyfer gilt als politischer Schriftsteller. Er wurde 1912 geboren und starb 1939 im KZ-Buchenwald.

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