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49. Tauschbörse des Aquaristischen Arbeitskreises Leinetal in Göttingen

Nachzuchten in gute Hände geben 49. Tauschbörse des Aquaristischen Arbeitskreises Leinetal in Göttingen

Er ist als einziger kein Mitglied, aber stets gern gesehener Gast. Hubert Engelhardt aus Einbeck züchtet Fische, „alle möglichen“, wie er sagt. Heute hat er schwarze Panzerwelse mitgebracht, dazu Buntbarsche, Lebendgebärende wie Platy und Black Mollly sowie seine Spezialität, Königssalmler.

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Beliebte Aquarienbewohner: Antennenwelse.

Quelle: Heller

Göttingen. Er nutzt die Chance, in gute Hände abzugeben, was zu Hause in seinen 20 Aquarien wächst und gedeiht. Und bei ihm bekommt der Anfänger Tipps dazu, wie er die Tiere, die der Einbecker züchtet, halten muss.

Es ist die 49. Fisch-Tauschbörse der Aquaristischen Arbeitsgemeinschaft Leinetal (AAL). Zwölf Aussteller sind da, elf aus dem Verein, also fast jedes zweite Mitglied. Denn der gerade 25 Jahre alt gewordene Verein zählt nur 25 Mitglieder. Seit Jahren ist die Fischbörse zweimal im Jahr fester Bestandteil des Programms in der Göttinger Hermann-Schierwater-Jugendherberge.

Zwischen zehn und 15 AAL-Mitglieder bieten hier Nachzuchten, überzählige Wasserpflanzen, technisches Gerät oder Fischfutter an. Auch Garnelen oder Schnecken für Aquarien gibt es. Oder einfach nur Tipps zu Haltung oder Wasserproblemen.

„Das macht doch Spaß, wenn man einen Teil der Kosten für sein Hobby durch die Abgabe der Fische finanzieren kann“, sagt Engelhardt. Denn der Tausch funktioniert so: Der Züchter stellt seine Fische der AAL zur Verfügung, die gibt sie an Interessenten gegen Geld ab. Untereinander wird verrechnet – ein Tausch also. Und „das Züchten macht sowieso Spaß“. Seit 40 Jahren – mit 15 eigentlich ein Späteinsteiger – ist der 55-jährige Einbecker Aquarianer.

Auch die meisten Kollegen haben schon als Schüler mit dem ersten kleinen Becken angefangen. Viele haben sich spezialisiert. So wie Mathias Weitemeier. Er gehört zu den Killifisch-Freunden, die wohl weltweit am besten organisiert sind und bei denen das Tauschen Programm ist.

Eierlegende Zahnkarpfen sind nämlich in Afrika und Südamerika in unzähligen Varianten vertreten. Auf Fischbörsen sind sie selten. Einzig den Kap Lopez, einen Bunten Prachtkärpfling, sieht man. Für Spezialist Weitemeier „ein Baumarktfisch“. Allerdings oft auch Einsteigerfisch für jene, die an Killifischen Gefallen finden. Denn diese sind etwas Besonderes: Saisonfische werden sie auch genannt.

Weil sie zu Millionen in austrocknenden Gewässern ums Leben kommen, ihre Eier aber zuvor in den Schlamm gelegt haben und der Nachwuchs in der nächsten Regenzeit wieder schlüpft. Deshalb ist es einfach, Eier seltener Arten im feuchten Torf zu verschicken und zu Hause schlüpfen zu lassen.

Einige Spezies wurden so von Aquarianern schon vor dem Aussterben gerettet, wenn in Herkunftsländern wie Nigeria die Biotope zerstört werden. Und im Aquarium, so Weitemeier, sei  der so genannte Saisonfisch durchaus nicht kurzlebig. Er werde bis drei Jahre alt. Bei der nächsten Tauschbörse im Herbst könnte es schon erste Nachzuchten geben.  

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