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„50 Shades of Grey“ kurbelt das Geschäft in Göttingens Sexshops an

Besucherandrang im Cinemaxx „50 Shades of Grey“ kurbelt das Geschäft in Göttingens Sexshops an

Alle reden über die Verfilmung des Sadomaso-Bestsellers „50 Shades of Grey“. Die Kinobetreiber verzeichnen starke Besucherzahlen. Und die Inhaber von Sexshops freuen sich über neue Kunden.

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„Frauen sind der treibende Keil“: Petra Mühlhausen-Fabritz, Chefin des Orion-Sexshops, berät zurzeit viele Paare zum Thema Fesselspiele.

Quelle: CH

Göttingen. „Die Leute sind derzeit sehr interessiert an kleinen Fesselspielen, Handschellen, Kitzelfedern und Augenmasken“, sagt Petra Mühlhausen-Fabritz, Chefin des Orion-Sexshops an der Göttinger Jüdenstraße. „Beinahe alle Artikel, die im Film vorkommen, werden verstärkt nachgefragt.“ Alter und Geschlecht der Kunden, die sich vom Film inspirieren ließen, seien „bunt gemischt“, erklärt Mühlhausen-Fabritz. Meist seien es aber Pärchen, die in den Laden kämen und etwas kauften. „Aber natürlich sind die Frauen der treibende Keil.“

Weil viele der Kunden Bondage und Co. zum ersten Mal ausprobieren wollten, sei die Beratung sehr wichtig, betont die Orion-Mitarbeiterin. „Alles, was mit Fesselspielen zu tun hat, darf man sich nicht so einfach vorstellen. Nicht alles passt zu jedem.“ Das Hantieren mit Bondage-Seilen könne gefährlich werden, darauf weise man die Kunden explizit hin. Zudem sei es bei derlei Sexpraktiken sehr wichtig, Vertrauen zueinander zu haben und nichts zu tun, was der Partner nicht wolle. „Wenn einer aufhören will, muss man auch sofort aufhören“, sagt Mühlhausen-Fabritz.

Doch nicht nur Sexspielzeug selbst, auch der Film „50 Shades of Grey“ ist derzeit angesagt. Seit dem Filmstart in der vergangenen Woche verzeichnete  das Cinemaxx Göttingen (Stand Montag) bereits knapp 6000 Besucher. „Das liegt deutlich über den Erwartungen“, sagt Theaterleiterin Eva-Maria Waldbauer. Deswegen habe man so viel Plätze wie möglich bereitgestellt. Am Sonnabend gab es im Cinemaxx zudem ein Rahmenprogramm mit Cocktailbar, Verlosung und einem Auftritt der Dildo-Fee. Diese habe im Foyer des Kinos ihre Ware präsentiert, berichtet Waldbauer. Das sei, wie der Film selbst, sehr gut angekommen. „Wir hatten zufriedene und glückliche Gäste.“

Auf den Betrieb von Kliniken und Feuerwehr hat der Film noch keine Auswirkungen gehabt. „Bisher hatten wir zum Glück noch keine Einsätze, die darauf hinweisen“, sagt Kai Walter. Mit „darauf“ meint der Duderstädter Stadtbrandmeister die unbedachte Imitation des Geschehens aus „50 Shades of Grey“ im Anschluss an den Kinobesuch im heimischen Schlafzimmer. Walter rät dazu, bei Fesselspielchen eines nicht zu vergessen: Werkzeug. Denn ganz ohne Hilfsmittel könne man sich aus Kabelbindern und Co. nicht selbstständig befreien, erst recht nicht, wenn im Eifer des Gefechts daran gezurrt worden sei. Neben Seitenschneider, Schere oder Messer solle idealerweise für den Notfall auch das Telefon parat liegen. Falls tatsächlich die Feuerwehr gerufen werden müsse, rückten die Retter an, auch wenn Einsätze nach Sexspielchen eigentlich nicht in ihr Aufgabengebiet fielen. Mit 100 bis 200 Euro Gebühren schlüge ein solcher Einsatz zu Buche – die schamroten Ohren gebe es gratis dazu.  afu/ne

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