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500 000 Euro für bessere Versorgung von Flüchtlingen

Anonyme Krankenscheine 500 000 Euro für bessere Versorgung von Flüchtlingen

Flüchtlinge ohne sicheren Aufenthaltsstatus können in Niedersachsen schon bald auf eine bessere gesundheitliche Versorgung hoffen. In Hannover und Göttingen sollen ab 2015 Modellversuche mit anonymen Krankenscheinen starten. Dafür würden für die nächsten drei Jahre jeweils 500 000 Euro zur Verfügung gestellt, teilte das Sozialministerium mit. Kooperationspartner werden demnach die Kassenärztliche Vereinigung und Vereine für medizinische Flüchtlingshilfe.

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Göttingen/Hannover. Politische Grundlage für die Initiative ist ein von SPD und Grünen im Landtag verabschiedeter Entschließungsantrag.

Danach soll in den beiden Städten jeweils eine Anlauf- und Vergabestelle eingerichtet werden. Die Abrechnung der Gesundheitsleistungen erfolgt anonym und über einen Fonds. Die Stellen stehen unter ärztlicher Leitung und unterstehen somit der Schweigepflicht.

Menschen ohne definierten Aufenthaltsstatus wagen es nach Ansicht von SPD und Grünen oft nicht, sich mit Beschwerden oder nach Unfällen in medizinische Behandlung zu begeben. Sie fürchteten, dann durch die Ausländerbehörden entdeckt zu werden. Gleichzeitig gingen Ärzte, die ohne sichere Kostenübernahme durch das Sozialamt eine Behandlung vornähmen, ein finanzielles Risiko ein.

Die Göttinger Verwaltung wisse zwar, dass das Projekt geplant sei, sagt Sprecher Detlef Johannson. Weitere Einzelheiten seien der Sozialverwaltung aber noch nicht bekannt. „Wir gehen allerdings davon aus, dass das Land beziehungsweise seine Kooperationspartner gleich Anfang 2015 auf uns zugehen werden und freuen uns auf diese Zusammenarbeit.“

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