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54 Bewerbungen für KuQua-Planung

Architektenwettbewerb 54 Bewerbungen für KuQua-Planung

54 Bewerbungen sind bei der Stadt Göttingen für den von ihr ausgelobten Architektenwettbewerb für das geplante Galeriehaus im Kunstquartier eingegangen. Der Verein Wettbewerbsinitiative aus Berlin kritisierte unterdessen die Wettbewerbsbedingungen.

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Hier soll das Kuqua entstehen.

Quelle: Vetter

Göttingen. 15 Architektenbüros sind nun aufgerufen, bis Mitte März Entwürfe vorzulegen. Von den 54 Bewerbungen sind zehn Büros ausgelost worden. Fünf Büros waren vorab von der Stadtverwaltung als Auslober gesetzt worden. Das sind: Architects Ltd. (London), Bruno Fioretti Marquez Architekten (Berlin), Kadawittfeldarchitektur (Aachen), Sergio Pascolo Architects (Venedig) und Springer Architekten GmbH (Berlin).

Im April tagt das Preisgericht und befindet über die anonymisierten Entwürfe. Zur Jury gehören Rainer Bolli (Göttingen), Ingrid Burgstaller (München), Thomas Dienberg (Göttingen), Ulrich Krempel (Hannover), Hilde Léon (Berlin), Jórunn Ragnarsdóttir, (Stuttgart), Gerhard Steidl (Göttingen), Zvonko Turkali (Frankfurt am Main) und Lars-Christian Uhlig (Bonn). Der Planungsauftrag wird  im Juni vergeben, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Der Berliner Architekt Jörn Köppler vom Verein Wettbewerbsinitiative hat das von der Stadtverwaltung ausgelobte Verfahren als „in mehrerlei Hinsicht nicht rechtskonform“ bezeichnet. Das Verfahren sei im „negativen Sinne exemplarisch“ anzusehen. Durch die engen Wettbewerbsbedingungen würden „junge und kleine Büros“ ausgeschlossen. Er hält die erforderte Referenzabfrage, mindestens ein gebautes Kultur- oder Sakralgebäude, für überzogen.

Dies widerspreche EU-Recht und gehe nicht konform mit Richtlinien für Planungswettbewerbe. Johannson kontert: Es sei durchaus „möglich und üblich“, Mindestanforderungen zu definieren. „Der Neubau des Galeriegebäudes stellt durch die Nutzung für öffentliche Ausstellungen hohe Anforderungen an variable Geschossflächen, ohne dass Wände die Flexibilität beeinträchtigen. Daher wird von den Wettbewerbsteilnehmern ein Mindestmaß – lediglich ein realisiertes Projekt – an Erfahrung mit Gebäuden dieser Art erwartet.“

Ein Widerspruch zu geltendem EU-Recht werde auch von der Architektenkammer Niedersachsen nicht gesehen. Mit dieser sei die Wettbewerbsbekanntmachung auch abgestimmt worden. Köppler hatte auch bemängelt, dass der Wettbewerb nicht bei der Kammer registriert worden war. Johannsons Fazit: „Wir haben uns überhaupt nichts vorzuwerfen. Die Abstimmung mit der Architektenkammer ist erfolgt. Rechtsverstöße können wir weit und breit nicht erkennen. Auch nicht einen Ausschluss oder eine Behinderung junger oder kleiner Büros.

Die CDU-Fraktion im Rat hat zu dem Thema eine Anfrage zum Bauausschuss gestellt. Die Verwaltung will ausführlich antworten.

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