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550 Gewerkschafter feiern Tag der Arbeit in Göttingen

Spitzenpolitiker diesmal gar nicht dabei 550 Gewerkschafter feiern Tag der Arbeit in Göttingen

550 Gewerkschafter haben am Freitag den traditionellen Tag der Arbeit mit einem Demonstrationszug durch die Göttinger Innenstadt und bei einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus gefeiert.

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550 Gewerkschafter haben am Freitag den traditionellen Tag der Arbeit mit einem Demonstrationszug durch die Göttinger Innenstadt und bei einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus gefeiert.

Göttingen. Unter dem Motto „Die Zukunft der Arbeit gestalten wir“ erhoben sie Forderungen nach gerechteren Löhnen, nach flächendeckendem Mindestlohn ohne Ausnahmen, nach internationaler Solidarität auch gegenüber Flüchtlingen, aber auch danach, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu brandmarken.

Spitzenpolitiker waren diesmal nicht in den vorderen Reihen des Demonstrationszuges, der sich mit 400 Teilnehmern am Platz der ehemaligen Synagoge formiert hatte und mit Fahnen, Transparenten und Arbeiterliedern („Völker hört die Signale ...“) durch die Stadt zum Markt zog. Im Vorjahr hatte es einen Eklat gegeben, als die SPD-Landtagsabgordnete Gabriele Andretta aus der Spitzengruppe komplimentiert wurde.

Dort sollten am Tag der Arbeit, so Gewerkschaftssekretärin Agnieszka Zimowski, „die gehen, denen der Tag gehört“. Zu dem Beschluss des DGB-Kreisvorstandes stehe man weiterhin. Einige Mandatsträger haben darauf in diesem Jahr nach Jahrzehnten gezeigter Solidarität auf eine Teilnahme verzichtet.

550 Gewerkschafter haben am Freitag den traditionellen Tag der Arbeit mit einem Demonstrationszug durch die Göttinger Innenstadt und bei einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus gefeiert. © Heller

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In den Redebeiträgen dominierte die Forderung nach „Solidarität für die Rechte der arbeitenden Menschen“ (der stellvertretende Kreisvorsitzende Torsten Witt), aber immer wieder auch der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten (die Sprecher der DGB-Jugend), um Familienleben, Freizeit und soziale Kontakte nicht zu verlieren.

So weit, wie einer der Mitmarschierer per Megaphon rief, ging es aber nicht: „30 Stunden bei vollem Lohn!“, skandierte er – und niemand stimmte ein.

Hauptrednerin Martina Manthey vom IG-Metall-Bezirk Niedersachsen („Mindestlohn kennt keine Ausnahmen“) griff außerdem das „Wahnsinns-Wohlstandsgefälle“ zwischen jenen Ländern auf, aus denen Flüchtlinge nach Europa drängen, und den Menschen hier.

Sie forderte eine Vermögenssteuer, die die Kluft zwischen Arm und Reich auch in Deutschland mildern müsse. Einerseits Familien wie die Albrechts, die 16,5 Milliarden Euro besitzen, andererseits immer mehr Menschen, „für die Arbeit heute die Quelle von Armut geworden ist“.

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